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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. L.
nicht gezeiget, daß er die Kayserliche Armee nur in der Absicht nach Italienführte, daß solche von den Potentaten, die sich stelleten, als wenn sie, inBetrachtung unserer, neutral wären, folte auf ihre Kosten erhalten und befoldet werden? Hätte uns dieses Exempel nicht genug seyn sollen, es eben sozu machen? Und war es uns nicht leichter, der unsrigen afelbst ihren Unterhalt zu verschaffen, als dem Prinzen Eugenio der Kayserlichen? Gleichwohlsind unsere Armeen stets von dem Gelde, so aus Franckreich gesendet ward,unterhalten worden, woben noch darzu eine so grosse Nachläßigkeit, in Anfehung des Königlichen Intereffe, begangen worden, daß man ihn 72. proCento Lagio sder Aufgeld für die Gelder, so er nach Italien schickte, hatbezahlen lassen, da immittelst der Pring Eugenius von gedachten Potentatennicht allein seine Armee bezahlen ließ, sondern auch so gar dem Kayser Geldzuschickte, weil er deffen zum Uberfluß hatte,
Hat dieses einzige Erempel von dem guten Gebrauch der Contributionen auf Seiten unserer Feinde, und gegentheils von unserer Nachläßigkeit inDiesem Stück, nicht Würckungen hervorgebracht, die für Franckreich mehrals zu betrübt sind, damit man der Wahrheit meiner Grund- Regeln über-zeuget werde, vermöge deren ich lehre, wie ein Fürst, der Krieg führen will,seinen Minister und seinen General diesfalls zu der behörigen Sorgfalt anshalten soll, damit die Ausgaben von seinen Einkünfften, so viel möglich, versmindert, und seinen Feinden oder den neutralen Fürsten, welche in demKriege keine Parthey erwehlen wollen, auf den Hals gebür-det werden mögen?
Ende des Andern Theils,
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