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Erster Band.
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Einleitung.

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Zimmcrwerk gleichsam gestämpelt, und als sie zu härtern Stoffen ihreZuflucht nahmen, sah man sie auf die reine und einfache Nachahmungder Formen und Verbindungen sich beschränken, zu denen sie der Ge-brauch des Holzes geführt hatte, und welche seine Anwendung alleinzulassen zu können schien. Die gewissenhafte Treue, die sie bei dieserNachahmung anwandten und doch dabei die Ursache der Kunstverirrungenenthüllten, trug aber auch dazu bei, zu Gunsten der Beurtheilungskraftzu sprechen, die sie mit ihrem Hauptirrthum vermischten. Zu ver-nünftig, um sich auf dem falschen Wege, den sie nahmen, gänzlich zuverirren, sah man sie sich Mühe geben, die anstößigen Widersprüchedurch viele Kunst verschwinden zu lassen, welche diese fremdartigeUmbildung jeden Augenblick darstellte. Man möchte sagen, daß, weilsie schon von der Bildhauerei gelernt hatten, es dahin zu bringen,in der Vorstellung der Formen von belebten Wesen die TrägheitSchwere und Zerbrechlichkeit des Materials ') zu vergessen, sie sich

»was davon übrig blieb, als dieser Palast vom Blitz verzehrt wurde; diesen»besondern Umstand bezeugen Weise, die auf einer Kupferplatte eingegraben»sind ....« (LIiac. V. Kap. 20, §. z.)

Er halte bei Beschreibung des Tempels der Juno z» Olympia schon be-merkt: »daß eine der zwei Säulen, die man an dem neuern Theil des Tempels»stehen sah. von eichen Holz seye.« Ibill. Kap. 16, §. 1.

Die übrigen von diesem Schriftsteller angefnhrlen Beispiele sind folgende:»Die Elier haben auf ihrem öffentliche» Platze einen andern Tempel eigener»Art; er ist von mittlerer Höhe und hak keine Mauern, sondern wird durch»Pfeiler von eichen Holz getragen. Man glaubt zu Elis, daß eS das Be-»gräbniß irgend einer hohen Person sey, doch von wem weiß man nicht: darf»man einem Greisen, den ich befragte, Glauben beimessen, so ist es das»Grabmal des Orilns.-- (lclcm, 6. Buch, 24. Kap.)

Zuletzt führt Pa»sanias den neuen Tempel des Neptun an, den man beiMantinea sah: »Adrian ließ diesen Tempel bauen, und batke d'e Vorsicht,»Aufseher anzustellen, um zu verhindern, daß die Arbeiter in den alten Tempel»schauten oder irgend einige Abbruchsmakerialien davon trugen; auch wollte»er, daß der alte Tempel in den neuen eingeschlossen würde. Was den alten»Tempel betrifft, so ist er ganz von eichenen künstlich zusammengefügten Balken»gebaut, und man glaubt, daß er von Agamedes und Trophonius gebaut»wurde.« Iclem s.Buch, 10.Kap.; §.2. (Man sehe auch Ditrnvs 4.Buch,2 . Kap.)

1) Unter allen Meisterwerken der antiken Bildhauerei, welche die Zeituns aufbewahrte, wird es genug seyn, die unter dem Namen des Borg he-

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