Kenntniß ter Baumaterialien; von dem Porphyr. 41
der Bildhauerei nicht mehr Schwierigkeiten dargeboten zu haben scheine,als zu der Ausführung regelmäßiger Formen bei den einfachsten Werkender Architektur.
Dicrtcr Artikel. — Antiker und neuerer Granit.
Von dem antike» Granit.
Unter dem Namen Granit bezeichnet man im Allgemeinen einesehr harte Steingattung aus kleinen Theilen oder Körnern von ver-schiedener Natur und Farbe zusammengesetzt, welche stark unter ein-ander verbunden sind. Der Name Granit ist eine Benennung neuererZeit und kommt von dem italienischen Worte xranito: das Ansehen,das diese verschiedenartig gefärbte Körner ihm geben, veranlaßte dieBenennung.
Die Griechen nannten ihn pzrapooeilon und die Römerbezeichneten ihn mit dem Namen Syenit oder thebaischer Mar-mor (weil sie ihn bei der Stadt Sycnna, dem heutigen Essen oderAssuan zuerst holten).
Der Granit scheint aus drei wesentlichen Gcmengtheilcn zusammen-gesetzt, welche die Mineralogen mit dem Namen Quarz, Bergkicselund Glimmer unterscheiden. Der erstere ist von der Natur derzellulären Quarz-Mühlsteine, der zweite von der des Kiesels, derdritte ist der flimmerförmige, schimmernde Theil, der den beiden andernbeigemischt ist.
Die Härte des Granits ist nach dem Verhältniß der Theile, auSdenen er besteht, verschieden; der schönste und härteste ist der, inwelchem der Quarz und der Bergkiesel vorwalten, wie z. B. in demacgyptischen oder sogenannten orientalischen Granit').
l) Nach den Begriffen deutscher Mineralogen ist der Granit aus Feld-spath, Glimmer und O-uarzrrümmern zusammengesepc. Die Gemengtheilesind körnig, von verschiedener Größe und durch kein Cement mit einander ver-bunden. Das Verhältniß derselben ist sehr verschieden, in der Regel sind derFeldspath und Quarz vorwaltend, und der Glimmer macht den kleinsten Be-standtheil aus. Zuweilen enthält der Granit zufällig noch andere Bestandtheile,vorzüglich Schörl und Hornblende. — Der Granit kommt in große» Gebirgs-ketten vor, zuweilen bildet er mächtige Lager. Die hohen Berge dieserFelsart zeige» außerordentliche Gestaltungen, »st senkrechte, nackte, rorsprin-