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Erster Band.
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2L8 Kenntniß der Baumaterialien; l Abtheil. 3. Kap.

die nöthige Feuchtigkeit ein, um den Zusammenhang des Mörtels mitden Hau-, Bak-, oder Bruchsteinen zu erleichtern. Ueberdics kommtdieses Verfahren zu theuer, weil es doppelt so viel Kalk erfordert, alsder gewöhnliche Mörtel, und die Hälfte dieser Menge durch kostspieligeund mehreren Nachtheilen unterworfene Bearbeitungen zu Staub zer-drückt werden muß.

(Ein weiterer Fehler des Loriot'schen Mörtels ist die außeror-dentlich starke Ausdehnung desselben, die dem Mauerwerke nach-theilig werden kann; auch wird er nicht besonders hart und gegendie Ausspülung durch Wasser schützt er keineswegs, es sey denn,daß er seine völlige Härte erhalten habe, ehe das Wasser hinzu-gelassen wird.) Anmerkung des Uebersctzers.

Im äournsl cke I>li^8igu8 des Abbe Rozier (Monat November1774) findet man einen Aussatz von de Morveau über ein neuesMittel, den lebendigen Kalk zur Zusammensetzung des Loriot'schenMörtels zu pulverisiren und zu beuteln, um die Gefahren zu vcrmei-den, denen die Arbeiter in Hinsicht auf ihre Gesundheit bei diesemGeschäfte ausgesetzt sind.

Dieses neue Mittel besteht darin, daß man den Kalk an der Bistzerfallen läßt, um ihn vermittelst eines zu diesem Zweck erdachtenOfens aufs Neue zu calciniren; die Abbildung desselben zeigt die6. Kupfertafel. Dieser Ofen ist auf einem Maucrwerk von Bruch-steinen, welches Fig. 1 und 2 mit bezeichnet ist, so hoch gebaut,daß der Herd desselben sich auf die Höhe gewöhnlicher Baköfen erhebt.Seine innere Gestalt ist eine Ellipse, deren großer Durchmesser 4 Fußund der kleine 2 Fuß beträgt. Das Gewölbe fängt auf 3 Zoll überdem Herd an, und der Ofen ist in der Mitte nur 13 Zoll hoch. DasOfenloch, Fig. 1, 2, 3 mit v bezeichnet, bildet einen kleinen Bogenvon 8 Zoll Breite und 10 Zoll Höhe: auf dem entgegengesetzten Endeist ein anderer Bogen, Fig. 1 und 2 mit bezeichnet.

Das Untertheil dieser Ocffnung ist 2 Zoll höher als der Herd,damit man die zu calcinircndcn Gegenstände nicht mit der Krücke indas Schürloch stoßt. Diese Oeffnung diem dazu, daß die Flammevorn Schürloch in das Innere des Ofens ziehen kann. Das Schürloch,Fig. 1 und 2 mit » bezeichnet, hat seinen eisernen Rost 8 Zoll unterdem Herd des Ofens, damit das Hol; und die Asche sich nicht miidem Kalk vermischen können: das Schürloch hat in seiner größtenLänge 3 Fuß l Zoll und in seiner Breite l Fuß (i s/, Zoll. Hinten