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Erster Band.
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268 Kenntniß der Baumaterialien; 1. Abthcil. 5. Kap.

Diese Wirkung benutzen oft die Böttcher und Tischler, um einStück Holz zu krümmen. Man zündet ein Feuer an, hält darüberdie Seite des Holzes, die sich biegen soll, während man die andereSeite naß mache. Die Hitze entbindet die Feuchtigkeit der ihrzugekehrten Seite und bewirkt dadurch, daß sich die Theile nähern.Die auf der andern Seitenfläche eindringende Nässe treibt sie dagegenvon einander.

Umstände, welche auf die Beschaffenheit der Waldbäume,die Bauholz liefern, Einfluß haben.

Der Boden hat eine wichtige Einwirkung auf die Beschaffenheitund Güte des Holzes. Forstmänner glauben, daß die Krankheit derBäume, die Saftfüllc genannt, ihren Ursprung darin habe, daß derBaum in einem für ihn zu fruchtbaren Boden wachse, und daß da-durch ein zu starker Reiz entstehe, daß der Baum zu starke Jahrcs-triebe mache und sein Wachsthum zu spat verlängere.

Nadelhölzer, vorzüglich Fichten und Kiefern, sind geneigt kcrn-saul zu werden, wenn sie in einem zu nahrhaften Boden wachsen.Der Baum treibt in diesem Falle zu große Jahresringe, die Gefäßewerden zu sehr angefüllt, die Holzmasse wird schwammig, der Baumkrank und stirbt bald gänzlich ab. Oft trennt sich das unreife unaus-gebildetc Holz vom reisen Holze, und der Stamm wird schälrissigoder kernschälig.

Ein in zu armen Boden stehender Baum wächst langsam, seineBlätter und Rinde verlieren ihr kräftiges Ansehen, der Baum trägtnur wenige Blüthen und seine Früchte verwelken. Bäume von einemsumpfigen Boden geben im Allgemeinen weniger festes und dichtfase-riges Holz, als Bäume von gleicher Art, welche auf einem fruchtba-ren trockenen Boden wachsen. Ein solches Holz giebt mit dem Hobelbearbeitet, keine lange, zarte, elastische, bandförmig«!, sondern kurze,bröcklige Späne, auch reißt oder spaltet es leicht auf. Es ist allge-mein bekannt, daß die Eiche in fruchtbarem fetten Boden schnellerund vollkommener wächst, allein ihr Holz ist dann »weniger fest. Ineinein trockenen Boden »vird sie krüppelhast und erreicht selten einAlter über 70 — 80 Jahre.

Die gemeine Kiefer und die Birke wachsen in sandigen Ebenenam vollkommensten; di« Edeltanne, die Buche, die Rmster, der Ahorn,die Hagebuche, die S ommereiche, die Acsckc auf siänsten Abhängen