Band 
Erster Band.
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511
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Erkl. Anm. d. Kupfer. Obel. Rorn'S, Lalcran'scher ic. 5 ll

die man beim Transport und Aufrichten desselben verwendet hatte.Man kann recht wohl annehmen, daß er hier von einem ObeliskenTheben's spricht, und daß der Name des Königs, der dieses Werkunternommen hatte, in einer Stelle aufgezeichnet seyn mußte, die heutzu Tage nicht mehr vorhanden ist. (Soviel soll gewiß seyn, daßer nicht zu Ehren des Pharaonen Rhamscs , wie der Obelisk desHermapion, sondern zu Ehren des Königs Thoutmosis errichtetward. — Schon Konstantin der Große wollte ihn aus Acgypten weg-führen, und laut der Inschrift in Konstantinopcl aufstellen: aber erstKonstanz ließ ihn noch vor der Herrschaft des Magncnzius nach Rom schaffen. Lange hielt man dort die Aufstellung nicht für möglich; erstnach Ueberwindung seines Gegner» ließ ihn Konstanz357 nach Chri-stus im Circus Maximus aufrichten. — Der Lateran'sche Obelisk, derFlaminische und der des Marsfcldcs werden von denen in Europa fürdie schönsten erklärt. An ersterem haben die Figuren harte, Umrisse.Oft sind unbedeutende Gegenstände sorgfältig gearbeitet, nicht alleindie ebenen Flächen, auch die Reliefs, selbst ein Theil der Hierogly-phen sehr glänzend geglättet. Die Oberfläche hat hie und da durchFeuer gelitten. (S. Encycl. v. Ersch rc. Zusatz d. Uebers.)

Obelisk des Platzes Navona, gemeiniglich PamphilischerObelisk genannt.

XVI. Dieser Obelisk wurde im Jahr 1649 bei der Kirche des h.Sebastian auf dem Circus des Caracalla, wo er im Schütte halb begra-ben lag, in 6 Bruchstücken gefunden. Unter dem Papst Jnnoccnz X.wurde Bernini beauftragt, ihn auszubessern und in der Mitte desPlatzes Navona, der Kirche der h. Agnes gegenüber, aufzustellen:leine jetzige Höhe beträgt 75 Palmen oder 51 Paris . Fuß 6 Zoll9 Linien (l6 Met . 749 Millim.), seine untere Dicke 6 Palmen oder4 Fuß 1 Zoll 6 Linien (i Mct. 340 Millim.) und seine obere 4 Pal-men oder 2 Fuß 9 Zoll (0,893 Millim.).

Einige behaupten, er sey das Werk eines Königs von Aegypten ,Namens Namcsses, der 1500 Jahre vor der gemeinen Zeitrechnunglebte: er wurde auf Befehl Caracalla» im Jahr 24!» nach dieser Zeit-rechnung von Aegypten nach Rom gebracht. Der Jesuit Kircher hatüber diesen Obelisk ein sehr ausführliches Werk geschrieben, worin erdie daran befindlichen Hieroglyphen zu erklären sucht. (Bernini be-nutzte diesen Obelisken bei dem vorhin gedachten Zweck zu einer Brun-