102 Stereotomie od. Lehre v. d. Durchsch. f. Körp.; 2. Abth. 2. K.
Die nämliche Entwickelung wird erhalten, wenn man in derMitte jeder Seite des Polygons Perpendikel auf diese Seitenerrichtet, darauf die Höhe der aufwärts stehenden kleinen Flächen nach1 , 2 , 3, 6 trägt und durch die erhaltenen Punkte Parallellinicn mit der be-treffenden Polygonseite zieht; endlich wird die obere Breite jener Flä-chen auf diese Parallellinien getragen, wodurch Trapeze und Drei-ecke entstehen, die den oben entwickelten congruent, jedoch andersgeordnet sind. Von dieser letzten Entwickelung, welche die spindel-förmige genannt wird, macht man bei den Globen Gebrauch, dieandere aber ist zu den inneren Flächen sphärischer Gewölbe passender.
Wird die Kugeloberfiäche als aus konischen Zonen bestehend be-trachtet, Fig. 16, so weicht das Verfahren bei der Entwickelung vondem oben beschriebenen nur darin ab, daß die Entwickelungen derKanten 1 b, 25, 3x aus den Spitzen der Kegel beschriebene Kreis-bogen sind, statt daß es oben Polygone waren.
Wird endlich die Kugel als aus keilförmigen Cylinderausschnittcnzusammengesetzt angesehen, Fig. 17, so wird die Entwickelung emf diezweite Art vorgenommen; jedoch vereinigt man die Punkte 6 , I>, k,«l, Fig. 15 , statt durch gerade Linien, durch eine Curve. Diese Me-thode wird zu den Entwickelungen der Felder in sphärischen odersphäroidischen Gewölben angewendet.