Band 
Zweiter Band.
Seite
165
JPEG-Download
 

165

Von den Kreuzgewölben.

Projection IKk'L und in dem Profil kOO die Durchschnitte des ellip-tischen Gewölbes senkrecht auf seiner Wölbung. Diese Dispositionmuß man immer bei der Entwickelung der Gewölbsteine befolgen,welche Ecken oder Grate bilden, die, wie wir bereits weiter obenbemerkt haben, die einzigen, einige Schwierigkeiten darbietenden Theileder Kreuzgewölbe sind.

Erste Art, die Steine durch Abvierung aufzuzeichnen.

Man zeichnet anfangs auf der HorizontalprojectionFig. 1, die Anordnung der Gewölbsteine, welche die Ecken oder Gratebilden, so wie die ganze viereckige Steinmasse, welche sie einschließt;sodann zeigt man sie eben so auf den zwei entsprechenden Profilenan. Dieß geschieht, um die Steine aufzeichnen zu können, aus wel-chen diese Gewölbsteine gehauen werden sollen, z. B. den in derHorizontalprojection durch das Rechteck tll"6ll', im Aufriß Fig. 2durch ll', 38, 30, 40 und in Fig. 3 durch 41, 42, 43, 44 angezeigtenGewölbstcin. Nachdem ein hinreichend großer Stein gewählt ist, laßtman die untere Fläche zubereiten und zeichnet das Rechteck ll"t6ll'darauf; sodann werden rechtwinkelig auf diese Fläche die durch dieLinien Oll" und 61? angezeigten Fugen bchauen. Auf die Fuge ll"0zeichnet man mittelst einer Schablone, oder auf andere Weise, dieFläche 14, ll, e, des Profils, Fig. 2, und auf die Fuge Oll' dieFläche §, 10, 20, ll des Profils, Fig. 3. Indem man nun dasUeberflüssige des Steins wegnimmt, bildet man die innere und äußereGcwöibsteinfläche, welche nach der Richtung der Linien tll' und tll"durch gerade und nach den beiden andern Richtungen durch krummeLinien begrenzt werden. Der Durchschnitt dieser zwei krummen Flä-chen bildet natürlich unten den ausspringcnden Grat der inneren Gc-wölbfläche und oben den einspringenden Grat, wie man es in Fig. 1sieh^

Was^dcn Schlußstein, Fig. 5, betrifft, so werden, nachdem dieganze untere Fläche vorläufig eben bearbeitet ist, das Rechteck x, z?,

2 ', die Diagonalen und die Mittellinien, welche sich im Punkt lschneiden, darauf gezeichnet, sodann rechtwinkelig zu dieser Fläche dievier Seitenflächen zubereitet. Auf diejenigen zwei derselben, welchedurch die Parallcllinicn x, r', -- angezeigt sind, tracirt man die

Stirnfläche des zum kreisrunden Gewölbe, Fig. 2, gehörigen Schluß-steins und auf die beiden andern die des zum elliptischen Gewölbe,