Band 
Zweiter Band.
Seite
166
JPEG-Download
 

166 Stereotomie od.Lehre v.d.Durchsch.f.Körp.; 4.Abth.5.K.

Fig. 3, gehörigen, nimmt, wie oben gesagt wurde, das Ueberflüssigedes Steins weg und indem man so die bezeichneten Flächen bildet,erhält man den Schlußstein, wie ihn die Figur anzeigt.

Die andern Gewölbsteine werden auf dieselbe Art aufgezeichnetund zugehauen.

Zweite Art, durch Schablonen und durch Winkelschmiegen.

Die erste Art hat den Vortheil der Leichtigkeit und sehr richtigeResultate zu liefern; allein sie verursacht viel Verlust an Material,dessen Schonung doch in allen Fällen wesentlich ist. Man verfährtökonomischer, indem man z. B. in Bezug auf den Gcwölbstcin o',6",t, k', §', u, Fig. 1, ebene, durch die Linien ü, e, Fig. 2, und 8, K,Fig. 3, angedeutete Flächen, statt der Anläufe ei, «ll, e und 8,anwendet. Diese inneren Flächen sind in Fig. 1 durch u, e', ä" t undii, x', K', t verkürzt ausgedrückt und bilden durch ihr Zusammen treteneine Kante in tu.

Um den Winkel zu finden, welchen diese zwei inneren Flächenmit einander machen, und welcher in einer auf tu senkrechten, durchdie Linie 33k' vorgestellten Ebene gemessen wird, muß man in demTheil des krummen Grats, welcher tu entspricht, eine gerade Liniet'u' ziehen und durch den Punkt t' eine unbestimmte Parallelliniemit 10. Nachdem hierauf 33k' bis zum Durchschnitt 34 mit dieserParallelen verlängert ist, fällt man von diesem Punkt auf t'u' einenPerpendikel 34,35, trägt ihn von 36 nach 37 und zieht die Linien33,37 und 37, k', so schließen diese den Winkel ein, den die zweiinneren Flächen an der Kante tu machen.

Zur Aufzeichnung des Steins, der zu diesem Gewölbstein dienensoll, nimmt man mittelst eines Schrägmaßcs oder einer Schmiege(d. h. zwei durch einen Stift mit einander verbundene und um diesenStift zur Bildung verschiedener Winkel bewegliche Lineale) den Win-kel 33, 37, k' auf, bezeichnet aus einem Stein von hinreichenderGröße, Fig. 6, eine unbestimmte gerade Linie, welche die Linie tuvorstellen soll, und trägt mit dem, senkrecht auf diese Linie gelegten,Schrägmaß jenen Winkel auf. Auf die zwei hierdurch bestimmtenFlächen werden nun die Schablonen der zwei inneren entwickeltenFlächen so gelegt, daß sie aus der Kante t'u' zusammenstoßen.

Sind nun die ebenen inneren Flächen mittelst Schablonen oderanders tracirt, so macht man längs der verlängerten Linien 8" k" und