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Zimmerarbeit.
berühmtesten Kommentatoren in diesen Stellen herrscht, was übrigensauch, auf die überzeugendste Weise, aus der geringen Uebereinstimmunghervorgeht, welche die nach seinen Angaben construirten, unter sichverschiedenen, Figuren haben ').
Unter den zahlreichen Auslegungen, welche diese Streitfrage ver-anlaßt hat, verdient nach unserer Ansicht, die von Franz -Blendet,in seinem Oours ä'^rcliiteeture, gegebene allein eine besondere Er-wähnung. „Die Alten hatten", sagt dieser gelehrte Kritiker im drittenBuche, im zweiten Theil des zweiten Kapitels, „zwei verschiedene„Arten, die Decken und Dächer ihrer Gebäude zu verfertigen. Denn„bei denjenigen, welche nicht zu weit waren (msjor» spstis) und„deren Breite von ihnen bequem (commocka) genannt wurde, be-gnügten sie sich damit, auf die Längen-Mauern Untcrbalkcn (trabe«)„und auf letztere die eigentlichen Balken (tixna), welche in der gan-gen Tiefe des Gebäudes durchgingen, zu legen; die Balken waren„1'/- mal höher als breit und um ihre ganze Höhe von einander„entfernt; oben wurden Dielen aufgenagelt und so war die D>ccke„fertig.
„Bei den Dächern verfuhren sie auf folgende Art: An den be iden„Enden des Gebäudes, über den Mauern nach der Tiefe, machten„sie Giebeln, auf welche sie den Firstbalken legten, von welchem„auf beiden Seiten nach dem Abhänge des Daches starke Sparren„von derselben Breite und Höhe wie die Balken, und in gleicher„Entfernung wie diese, Herabgingen, so daß jeder Sparren gerade„aus einen Balken traf; diese Sparren traten über die Mauern vor,„und bildeten die Ausladung des Daches; zuletzt bedeckte man die„Sparren mit Ziegeln.
„Wenn aber die Tiefe eines Gebäudes zu groß war, so mach-„ten sie die Decken in Abtheilungen und brachten Dachstühle an.„Sie legten nämlich auf die Unterbalken der Länge-Mauern Haupt-lasten nach der Tiefe des Gebäudes, welche von einander um die„Länge der kleinen Basten, welche daraus gelegt werden sollten, ent-fernt waren. Letztere zeigten ihre Köpfe nicht an den Längesciten„des Gebäudes, wie die Hauptbalken, sondern an den beiden übrigen„Seiten. Diese so in Abtheilungen angeordneten Balken machten,
>1 Man sehe hierüber die Commenrarien des Daniel Barbara und diefranzösische nnd italienische Uebersepunz von C. Perranlt und Galliani.