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Dritter Band.
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Zimmerarbeit; 1. Abth. 2. Kap.

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sich auf diejenigen zu beschränken, bei welchen diese Unregelmäßigkeitenoder Schwierigkeiten unvermeidlich werden. So ist es z. B. unnöthig,die Nebenseiten der Sparren abzuschrägen, weil die Flächen, die vonihnen gebildet werden sollen, keine Rechtecke oder gleichschenklichteDreiecke sind, wenn sie übrigens nur gerade sind. Wenn diese Flächenwindschief sind, so ist es hinreichend, die Seiten der Stücke, welchedenselben entsprechen, darnach zu bearbeiten, wie wir es für die wind-schiefen Satteldächer erklärt haben, wenn man sich an das erinnert,was von den dreieckigen Theilen gesagt worden ist, welche nicht wind-schief seyn können, so lange die Linien der Gradsparren gerade sind.

Aus dieser Bettachtung folgt, daß ein Zeltdach mit einer einzigen

Hängsäule, deren Grundfläche irgend ein regelmäßiges oder unregel-mäßiges Polngon ist, und das durch dreieckige, jeder Seite entspre-

chende, Walme gebildet wird, nicht viel größere Schwierigkeit in derAusführung darbietet, als ein Zeltdach auf einer quadratförmigenGrundfläche.

Es ist räthlich, der Hängsäule dieser Dächer die Polygonal-Formder Grundfläche zu geben, wie Figur 22 zeigt, und jeden Gradsparrenals einen halben Dachbinder zu betrachten, dessen äußere Kanten mitder Mittelkante parallel gehen.

Um die wahre Größe der Spanen und Schifter herauszutragen,zeichne man die Entwickelung jedes Walmen - Dreiecks, und trage die-selben darauf, bedcnkend, daß sie mit dem vom Scheitel des Dreiecksauf dessen Grundlinie gefällten Perpendikel parallel seyn müssen, undnachdem man die correspondirenden Profile gemacht hat, so zeichneman auf den Holzstücken die Verbindung nach der oben angegebenenPerpendikel-Methode, welche auf alle Arten von Schrägung sowohlim Grundrisse als auch im Aufrisse angewendet werden kann.

Wenn es sich von einem Satteldache über einem länglichenTrapez, mit zwei Walmen, handelt, wie das in der Figur 23 dar-gestellte, und es soll dessen Grundriß gezeichnet werden, so ziehe manzuerst eine Linie vk von der Mitte einer Walmseite nach der Mitteder anderen, um die Richtung der Firstlinie zu bekommen, trage so-dann auf der einen Seite die Hälfte kv von k nach 6, und auf deranderen die Hälfte be von e nach x. Die beiden Punkte 6 und §werden Anfallspunkte der Walmen seyn. Nachher fälle man aus denPunkten 6 und x Perpendikel xt, x2, §3 und 6 t, 62, 63 aufjede Seite und ziehe mit denselben in gehörigen Entfernungen Paral-