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Dritter Band.
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Von den pyramidenförmigen Dächern. 21

lellinicn, um die Mittellinien der Sparren und Schister zu erhalten.

Um ihre Lange und Schnitte zu bekommen, mache man die Ent-wickelung von jedem dieser Theile nach den auf den Linien gl, ß2,§3 und 61 , ä2 und 63 genommenen Profilen, welche alle eine unddieselbe Höhe haben müssen, damit die Firste 6§ horizontal werdenkönne. Hat man hernach auf diesen Entwickelungen die Sparren undSchister gezeichnet, so trage man ihre Schnitte auf die oben ange-gebene Weise heraus.

Ist das Dach nicht sehr groß, so sind, zu seiner Unterstützung,vier halbe Gradbinder, welche mit den beiden Hängsäulen verbundenwerden, hinreichend; letztere werden nach der Diagonallinie gedreht,um die gehörige Verbindung anzubringen Damit die Gradsparrenoder Dachstuhlsä'ulcn nicht ausweichen, lege man Schwellen nach ihrerRichtung und der Richtung der Firste und verbinde sie gehörig untereinander und mit den Schwellen, in welchen die Sparren stehen.

Wenn aber die Länge des Daches bedeutend ist, so muß manaußer diesen halben Gradbindern, ganze Binder in solchen Zwischen-ra'umen, wie die Unterstützung der Dachfetten es erfordert, hinzufügen.Man gebe denselben, so weit es möglich ist, eine senkrechte Richtungauf die Firste.

Dritter Artikel. Von den Dachkehlen. (Einkehlen.)

Wenn zwei Theile eines Gebäudes in einem Winkel zusammen-stoßen, wie Figur t Tafel 1.XXIV zeigt, so heißt der Winkel, inwelchem die Dachflächen zusammentreffen, eine Dachkehle.

Die Construktion dieser Dachkehle bietet keine größeren Schwie-rigkeiten dar, als die eines Gradsparren; die Schiftsparrcn werdenauf dieselbe Weise verbunden. Der einzige Unterschied besteht darin,daß der Kehlsparren oben einen einwärtsgehenden Winkel bildet, wäh-rend der Winkel an dem Gradsparren ein auswärtsgchender ist. Dajener Winkel aus dem Zusammentreffen zweier abhängigen Flächenentsteht, so muß das Holzstück, welches die einwärtsgehende Kantehat (der Kehlsparren), einen Theil von jeder dieser Flächen aufneh-men. Um diesen Winkel zu finden, muß man, nachdem der Kehl-sparren ^ im Grundriß, Fig. 2, aufgetragen worden ist, das Profilseiner Neigung an der einwärtsgehenden Kante v, Fig. 3, zeichnen,sodann den im Grundriß angegebenen zurücktretenden Winkel cvü