Band 
Dritter Band.
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Viertes Kapitel.

Von den kegellormigen Dächern.

^ie Gebäude mit kreisförmiger Basis haben gewöhnlich Dächer vonder Form eines Kegels. Das Zimmcrwerk dieser Dachart besteht ausHauptspanen, welche oben in einer im Mittelpunkte stehenden ge-meinschaftlichen Hängsäule U, Figur 1 und 2 der Tafel 6XXVIII, undunten in einem, oft doppelten, Kranze von Schwellen, wie 611,verbunden sind; letztere werden noch durch die Riegel oder Zangen Lunter einander verbunden. Der Kreis auf der inneren Seite dientdazu, um kleine Pfosten darauf zu stellen, die den Fuß der Sparrenverstärken. Außerdem werden die Sparren noch durch Spannriegelk'Li, die in die Hängsäule gehen, unterstützt.

Der Raum zwischen den Hauptsparren wird durch andere Spar-ren ausgefüllt, deren Zahl nach oben hin in dem Verhältnisse ab-nimmt, als der Umfang des Daches kleiner wird.

Gegen die Spitze hin ist das Ende der Hängsäule hinreichend,um den Scheitel deS Kegels zu bilden, der bis auf eine gewisse Ent-fernung durch die sich verbindenden Hauptsparren fortgesetzt wird.

Um die Sparren so gleich als möglich auf eine konische Flächezu vertheilen, theilt man das Dach der Höhe nach in eine oder nied-rere Zonen, mittelst kreisförmiger Querbänder oder Riegeln zwischenden Hauptsparren, die auch dazu bestimmt sind, in der Ordnung derEintheilung, im Verhältnisse der Weite des Kegels, abzuwechseln,wie man in und II der Figur 2 sieht. Der Gebrauch und dieFestigkeit verlangen, daß die Entfernung der Sparren, am Fuße ge-messen, von Mitte zu Mitte nicht über 1ö bis 18 Zoll sey, sowohlüber jedem Querband, als auch auf der unteren Dachschwclle.

Rändele r'S Kunst zu bauen. Nl Th. 3