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Zimmerarbeit; 2. Abtb. 1. Kap.
Aeltel'e sogenannte Decken :> enti-cvn«,, und neuere, welcbe dieselben ersehen.
In dem vorletzten Jahrhundert machte man überall bei Sälenvon mehr als 18 Fuß Breite von diesen Decken Gebrauch, welcheauS Trägern und unten frei vorstehenden Balken bestanden undderen Ausführung sehr einfach war. Alle Balken hatten immerauf 12 Fuß Länge eine Dicke von 6 Zoll, oder '/„ ihrer Länge imLichten und bildeten 6 Zoll weite Zwischenräume. Mit dem einenEnde ruhten sie unmittelbar auf den Trägern mit oder ohne Ein-,schnitte, das andere Ende war entweder in der Mauer befestigtoder auf ein Lagerholz längs der Mauer gelegt. Alle Holzftückewurden aus Sägcblöcken geschnitten und an ihren in das Gesicht fallen-den Flächen sauber gehobelt, zuweilen mit einigen Gesimsgliedcrnan den Kanten ausgearbeitet.
Da bei dieser Art von Deckenbalken kein weiterer Verband vor-kam, außer etwa bei den Wechsclbalken an Kaminen und Schornsteinen,so waren sie von ziemlicher Dauer, und da das Holz großtenthcilsfrei lag, so war es dem Stocken nicht so unterworfen als wenn esin Plafonds eingeschlossen ist; auch sieht man noch sehr alte Deckenmit frei vorstehenden Balken, welche eben so gesund sind, als wennsie eben erst ausgeführt worden wären.
Gegenwärtig macht man von diesen Decken keinen sonderlichenGebrauch mehr, außer etwa in den Provinzen an öffentlichen Gebäu-den, wie Hospitäler, Magazine und dergleichen, wo die größte Festig-keit vor allem anderen berücksichtigt werden muß.
Als man in der Folge unten Plafonds anbringen wollte, legteman zuerst blinde Balken, die mit den Trägern verbunden oder aufan die letzteren genagelten Klötzchen befestiget wurden. Da dieselbenweiter nichts, als die Bclattung zu tragen hatten, so war es hinrei-chend, ihnen die halbe Dicke der oberen Balken zu geben.
Weil jedoch durch diese Anordnung die Dicke der Decke viel zubeträchtlich ausfiel, so verminderte man dieselbe nach und nach. Anfangsblattete man die Balken nach den Figuren 4 und .) der Tafel X(lauf die Träger, wodurch aber das Holz außerordentlich geschwächtwurde. Zuletzt verfiel man darauf, die Balken auf Lagerhölzer kkFigur 3 und 6, welche auf beiden Seiten neben die Träger gelegtund mittelst Bolzen und eiserner Bügel, bl, an denselben befestigetwurden, zu verbinden. Diese letztere Anordnung, welche uns in jederBeziehung den Vorzug zu verdienen scheint, gewährt noch den Vortheil,