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Dritter Band.
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Von den Treppen, Gewölben und Brücken. 79

Man kann diesen Zweck auch durch ein viel einfacheres in derFigur 4 dargestelltes Mittel erreichen, nämlich durch die Verstreckungder geraden und krummen Wangentheile, welche den kleinen und gro-ßen Breiten der Stufen entsprechen. Da die Höhe für alle Stufengleich ist, so entstehen daraus verschiedene Steiglinien, welche in k'einen Winkel bilden. Nachdem man I?6 — ^ 6 gemacht hat, er-richte man in den Punkten 6, O Perpendikel von unbestimmter Längeauf die Richtung der Steiglinicn, in welchen sich diese Punkte befin-den, so wird der Durchschnittspunkt III dieser Perpendikel der Mittel-punkt für den Kreisbogen seyn, in welchem sich die Steiglinien aneinander anschließen.

Die auf dieser Verstreckung gezeichneten Höhenlinien der Stufengeben durch ihre Durchschnittspunkte 1, 2, 3, 4, 5 und 6 mit derVcrbindungscurve die Breite der Stufen an den geraden und krummenWangentheilcn an. Man erhält diese progressiven Breiten, wenn mandie Perpendikel 6», 5b, 4«, 3«I, 2«, 1k fallt, welche »5, k»4, «3,Ü2, ei und k'k geben, welche man in der nämlichen Ordnung aufden Grundriß Figur 2 nach 6,5; 5,4; 4,3; 3,2; 2,1; 1,v trägt.Durch diese Punkte und diejenigen, wodurch die in der Mitte derTrcppcnbreite gezogene Linie in so viele gleiche Theile, als die Zahlder Stufen ausmacht, getheilt wird, ziehe man Linien, welche dieRichtung nnd die Vorderseite jeder Stufe ausdrücken werden.

An alten Treppen sind die Stufen nur aus Balken oder Spar-rcnabschnittcn von 5 — 6 Zoll Dicke verfertigt, auf die breite Seite ge-legt. unten abgeschrägt, oben wagerecht zugerichtet und vornen prosilirtworden; auf der einen Seite wurden sie in der Mauer oder Holzwandund auf der anderen in der Wange befestigt. Den unteren Theil derStufen beschlug man mit Latten, um darauf einen Plafond von Gypszu machen, und oben füllte man den Raum zwischen den Stufenmit Mauerwcrk und viereckigen Platten aus, wie die Figur 11 derTafel X6I1 andeutet.

Heut zu Tage macht man die hölzernen Stufen voll wi§ diesteinernen, und legt sie so auf einander, daß sie sich überdecken, wiedie Figuren 5 und 7 der Tafel X6lll anzeigen; der untere Theil erhältaußerdem einen Anwurf von Gyps auf zusammen gefügten Latten,was zur festeren Verbindung der Stufen beiträgt. Um den Anwurfim Umfang festzuhalten, und der in Folge des Eintrocknens des Hol-zes Statt findenden Trennung desselben zuvorzukommen, bringt man