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Dritter Band.
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Drittes Kapitel.

Von den Dächern mit ebenen ^flächen.

Unter dem Ausdruck Dach versteht man den oberen Theil eines Ge-bäudes, der von geneigten, ebenen oder krummen, Flächen begrenztwird, um das Regen - und Schneewasser abzuleiten. Die Dächer,deren Figur prismatisch oder pyramidal ist, werden gewöhnlich ausHolzstücken zusammengesetzt, die man mit Brettern oder Latten be-schlägt, um darauf Ziegeln, Schiefer, Blei, Kupfer- oder anderedünne Platten anzubringen, welche die Bedeckung ausmachen. Bis-weilen sind die Dächer gewölbt und mit Steinplatten, zuweilen vonMarmor, wie an dem Mailänder Dom , bedeckt.

Es gab Gebäude, deren Dächer von Bronze verfertigt wordensind, wie das des Portikus an dem Pantheon zu Rom , welches manin den Werken des Serlio und Palladio abgebildet findet. (Mansehe die 17te Figur der 18ten Tafel im zweiten Theil.) In unsererZeit haben mehrere Architekten mit dem beßten Erfolg, das Eisen zurEonstruktion der Dächer angewendet.

Don der Bildung der Dächer.

Die Dächer bestehen gewöhnlich aus einer oder mehreren geneig-ten Flächen, um das Abfließen des Regen- und Schneewassers zuerleichtern und die Gebäude gegen den Einfluß der Witterung zuschützen. Bei den hölzernen Dächern werden diese Flächen durchSparren gebildet, welche man zu Paris 16 Zoll von Mitte zu Mitteauseinander legt. Diese Sparren bedeckt man mit Brettern oder Lat-ten zur Aufnahme der Hohl- oder Plattziegcl, Schiefer oder Platten