Von den Dächern mit ebenen Flächen. 123
pro m^oribus 8patiis,(') welcher nach älteren Beispielen copirt undvon Jahrhundert zu Jahrhundert durch die Denkmale späterer Zeitenauf uns gekommen ist. Durch dieselben Betrachtungen könnte manauf den Gedanken geleitet werden, in den Dächern der alten Basilikenvon St. Peter, wovon uns Fontana die Zeichnungen aufbewahrt hat(Tafel 1.XXI Figur 9) und von St. Paul außerhalb der Mauern,zu Rom , deren Beschreibung folgen wird, die Anordnung des Dach-werks, pro cellw immsni msgnituckine, (') wieder zu finden.
Die Figuren 4, 5 und 6 stellen drei verschiedene Dachbindervon der St. Paulskirche zu Rom dar. Die ,'n den Figuren 4 und4 l»'8 sind doppelt, 10'1" von einander entfernt; sie sind aus zweiähnlichen Dachbindern, die 14" auseinander stehen, zusammengesetzt;zwischen denselben ist eine Hängsäule n, welche auch dazu dient, dieMitte des Spannbalkens zu befestigen und sein Einbiegen mittelsteines einfachen hölzernen Keils o, der unter dem Spannbalken in einviereckiges Loch an dem Ende der Hängsäule gesteckt wird, zu ver-hindern. Die Hängsäule ist oben mittelst eines in der Mitte derFuge beider Streben angebrachten eisernen Bolzens und eines anderenKeils 2, welcher über dem Spannriegel x quer durch die Hängsäulegeht, awfgchängt. Dieser Dachbinder ist von Tannenholz,einer d>er ältesten an dieser Kirche, und im Jahre 816unter dem Papste Leo III. erneuert worden.
Die aus Einem Stücke bestehenden Spannbalken sind zwischenden Mauern 73'6" lang, ihre Höhe beträgt 21", ihre Breite 14",und sie sind 14" von einander entfernt. Die Hauptstrcben sind14" und 15" dick, die kürzeren Streben unter denselben, 10'/-" imGevierte, sind nach oben hin durch Bolzen damit verbunden. DerSpannricgel ist 11 und 10'/, zöllig, die Hängsäule, von der oberenSeite des Spannriegels an, 12 und 8 zöllig, weiter nach oben 10und 12 zöllig, und am Kopfe in der Spitze der Dachbinder, wo dereiserne Bolzen durchgesteckt wird, 12 zöllig im Gevierte.