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Dritter Band.
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127
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Von den Dächern mit ebenen Flächen. 127

in seinem 'illustre 6e l'/lrt 6u 6Il»rpenti«r, wovon bereits in die-sem Werke die Rede war, vorgeschlagen bat.

Es ist nicht ohne Interesse, hier zu bemerken, daß bei Dächernvon großer Ausdehnung, die Zusammcnfetzung der Dachstühle zu schö-nen perspektivischen Ansichten Veranlassung gab, woraus man fürHolzverbindungen, welche sichtbar bleiben sollen, Vortheil ziehenkönnte.

Figur 2 stellt einen Dachstuhl dar, der vom 15ten Jahrhundertbis zu Ende des I7tcn zu Paris im Gebrauch war. Die Streben» bilden mit dem Spannbalkcn b ein gleichseitiges Dreieck. JederBinder ist mit einer Hängesäule i, in welcher oben die Streben ver-bunden sind, mit zwei Strebebändcrn !>,!>, einem Spannricgel x undunter diesem mit zwei Jachtbändern v,« versehen.

Auf den Streben sind Tragklötzchen t zur Unterstützung der Dach-fetten i» befestiget. Die Sparren stehen unten auf einer Mauerlatteund sind auf den Dachfettcn und der Firstfette befestigt.

Diese Holzverbindung scheint fester als die vorhergehende zu sein,aber sie ist complicirter; sie erfordert eine größere Anzahl und dickereHolzstücke und daher auch einen größeren Kostenaufwand. Bei einerDachbreite von 24 bis 3V Fuß giebt man gewöhnlich dem Spannbalken,wc»n er einen Fußboden trägt, '/,» der Weite im Lichten, wie beiden Hauptbalkcn, und wenn er keinen Fußboden trägt,den Streben V»,den Spannriegelnden Hängesäulenden Bändern,

den Dachfetten, '/„ des Zwischenraums zwischen denDachbindern.

Zuweilen legte man, um ein Stockwerk zum Theil unten imDache anzubringen, den Hauptspannbalken 3 oder 4 Fuß tiefer als dasDachgesims. Auf diesem Balken, der einen Fußboden trug, brachteman Streben an, steiler als das Gefalle des Daches, um den innerenRaum frei zu machen; hierzu wählte man gekrümmte Holzstücke. DieStreben trugen einen zweiten Spannbalken, in welchem sie nebst denBändern verbunden waren. Der übrige Theil des OacheS war ebenso wie in der Figur 2 angeordnet. Man erleuchtet« dieses Stockwerk