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Zimmerarbeit; 2. Abth. 3. Kap.
durch Dachfenster, welche das Dachgesims durchschnitten und sich inFrontons endigten.
Der in der Figur 5 dargestellte Dachstuhl ist von Bullet für dieDächer zu Paris vorgeschlagen worden. Die beiden Strebebänder l>, I,an der Hängesäule kann man weglassen; letztere ist durch den Cpann-riegel hinlänglich befestigt und nicht lang genug, um jene Bändernöthig zu haben.
Bei mehreren neuen Dächern verzapft man die Dachfetten, stattsie auf Klötzchen ruhen zu lassen, in die Streben, dergestalt, daß siemit der oberen Seite derselben gleich zu liegen kommen. Manche legendie Sparren darauf auf gewöhnliche Weise; man kann aber dieselbendergestalt in die Dachfctten verbinden, daß keiner derselben auf dieStrebe zu liegen kommt, sondern daß deren Rücken selbst als Sparrendient. Diese Anordnung macht die Dächer weniger schwer und erfor-dert weniger Holz, sie ist aber nur für solche geeignet, die nickt über»«Fußbreit sind; bei breiteren Dächern ist es besser, die gewöhnlicheMethode zu befolgen.
Bei gebrochenen Dächern, wie die durch die Figuren L, 4, 6 u>w ?dargestellten, muß man, um den Spannriegel nicht unnöthig zu be-lasten, vermeiden, die Stützbänder H darauf zu stellen, die man nlsthi-genfalls durch Strebebänder ersetzen kann, welche in der Hängesäulestehen, wie in den Figuren 2 und 5. Die Dachfetten an dem Bruchv, L werden in den Spannriegel eingezapft, die übrigen Dachfettenaber so angeordnet und unterstützt, wie an gewöhnlichen Dachstühlen.
Anordnung der Elemente der Dachstühle »ach wissenschaftlichen
Prinzipien.
Es ist zu bemerken, daß die Dächer, sie mögen mit Schiefer,Ziegel und selbst mit Blei bedeckt werden, nicht mehr Stärke nöthighaben, als eine Balkendecke von derselben Grundfläche, weil die Lastder Dächer auf ihre ganze Oberfläche gleichförmig vertheilt ist, wäh-rend die Balkendecken oft ungleich belastet sind und bisweilen Stößeund Erschütterungen leiden, denen die Dächer niemals ausgesetzt sind.Wenn die Dachhölzer sich nicht durch die Temperatur - Veränderungder Lust würfen und krümmten, so würden öfters drei Holzstücke hin-reichen, um einen festen Dachbinder zu bilden.