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Dritter Band.
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Schlosserarbeit; 3. Abth. 1. Kap.

zu dienen und demselben dadurch mehr Festigkeit bei der Verstrebungder großen Bogen zu verschaffen, Figur 2.

Die Figuren 3 und 4 zeigen zwei Combinationen in der Formvon Gewölbstücken, die eine einfach, die andere derjenigen des I'vntcku ckrrrckin cku Kui ähnlich, welche Frachtwagen würde tragen können.

Einige Holzstücke sind, wie man im Grundriß sieht, diagonal ge-legt worden, um den Bewegungen in horizontaler Richtung entgegenzu wirken; allein da die 5 senkrechten Pföstchen auf den Pfeilern nurdurch einen einzigen Querstab und durch einige geneigte, blos auf denunteren Theil angebrachte, Stücke gehalten werden (Siehe das Quer-prosil), so scheint dieses System in der Richtung der Höhe nichthinlänglich verstrebt zu sevn

Bei dieser Gelegenheit müssen wir an das erinnern, was wiroben Seite 111—112 bei den hölzernen Brücken für die Fußgänger gesagthaben, welche unter gewissen Umständen stärker belastet werden, alsdie für Frachtwagen.

I'ont (iu ckrrrckin cku II»i.

Diese dem ckarckin cku Itoi zu Paris gegenüber liegende Brückewurde 18W angefangen und 1886 von Lamandü beendigt. Sie be-steht aus 5 Bogen, jeder von 1W Fuß Oeffnung. Die Curve ist einKreisbogen, dessen Halbmesser 130 Fuß und dessen Höhe in der Mitte10 Fuß beträgt. In der Breite wird ,die Brücke durch 7 Binderunterstützt, welche von Mitte zu Mitte 6 Fuß 2 Zoll 6 Linien voneinander entfernt sind.

Jeder Bogen ist in 21 Gewölbstücke eingetheilt, jedes von 5 FußBreite, 4 Fuß Höhe, 2 Zoll 6 Linien Dicke. Diese in der erstenFigur der Tafel CI^XI dargestellten Gewölbstücke baben die Formeines durchbrochenen Rahmens, in der Art wie die an der Sundcrland-Brücke, und sind aus drei concentrischen Bogen und stehenden Stäben,

1) Als kurze Zeit nach der Vollendung dieser Brücke, an einem Fest-tage, eine Menge Menschen, welche sich a» eine der Bruckcnlehnen stükte,sich plöylich von dem einen Brückenkopf »ach dem anderen begab, erfolgteeine sehr deutliche schwingende Bewegung, welche die größte Unruhe venir-sachte. Dieser Vorfall veranlaßte einige Verbesserungen, und seitdem ist esnicht mehr erlaubt, auf der Brücke zu stehen, um das Schauspiel der Fest-lichkeiten zu genießen.