Band 
Dritter Band.
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Schlosserarbctt; 3. Abch. t. Kap.

„Stücke Eisen, zusammen und einzeln, mit der allerzenauesten Auf-merksamkeit probirt worden wären.

„Die Zähigkeit des Eisens ist durch das Gesicht schwieriger zu„constatiren als die des Holzes; auch ist sie veränderlicher, weil sie von„der Natur des Erzes, der Sckmclzbarkeit und dem Verfahren bei der„Fabrikation abhängt. Man darf es daher nicht unterlassen, die Ket-„tcn, Bolzen und Stäbe einer Probe zu unterwerfen, weil die Fehler„einiger Stücke den Einsturz der Brücke nach sich ziehen würden.„Allein hierzu mußte eine einfache und mächtige Maschicne zu Gebot„stehen, welche gestattete, diese Versuche in kurzer Zeit und mit gerin-gen Kosten anzustellen. Die hydraulische Presse vereiniget diese Vor-theile und scheint einem System von Hebeln weit vorzuziehen zu seyn,„da die Wirkung der Presse langsam und regelmäßig ist und nach Be-lieben, auch in fast unmerklichen Graden, vermehrt und vermindert„werden kann.

„8) Eine Hängebrücke kann lnicht als ein Denkmal angesehen„werden. Man fordert von einem Denkmal der Baukunst, daß es„der Wirkung der Jahrhunderte und der Gewalt der Generationen„trotze, daß es durch seine Masse und sein Volumen Widerstand leiste,„und daß der Baustoff nicht die Habsucht einer feindlichen Truppe„anzulocken vermöge.

„Die größten Verwüster würden Aegyptens Pyramiden, Kanäle„und andere mit großen Kosten ausgeführte Werke unverletzt lassen,„weil zu ihrer Zerstörung fast die nämliche Arbeit erforderlich ist, als„zu deren Erbauung verwendet wurde. Je gemeiner also und von„geringerem Werthe die Materialien einer Construktion sind, und je„mehr sie bei einem bestimmten Kostenbetrag Volumen haben, desto„mehr Dauer verspricht das Denkmal, wenn seine Bestandtheile dem„Wasser, Frost und Feuer widerstehen. Jahrhunderte gehen an den„von Armeen aufgerichteten Stein- und Erdhügeln vorüber, ohne daß„ ihre Masse von der Zeit zerstört oder durch die Gewalt der Menschen„ganz zerstreut wird. Der Reisende findet leicht in den Alpen die„Spuren römischer Straßen wieder, und in Gallien die Ucbcrbleibscl„steinerner Brücken, Aquädukten und der Feldlager Cäsars, welche„seit so vielen Jahrhunderten verlassen sind; noch kann er die Anord-„ nungen derselben erkennen und studiren, und diese ewigen Denkmale„der Civil - und Kriegsbaukunst in so entfernten Zeiten bewundern.