Von den Brücken.
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schwer geschienen, zu den näheren Erörterungen, welche er von den-jenigen giebt, über welche wir einerlei Ansicht Hütten, etwas hinzuzu-fügen; weshalb wir geglaubt haben, seine eigenen Bemerkungen zumNachdenken aller Baumeister hier vorlegen zu müssen ').
»Wenn Gründe vorhanden waren, die Hängebrücken, als öffent-liche Bauwerke betrachtet, den Brücken von Stein oder Holz vor-»zuziehen, so könnten es nur folgende seyn: I) die Neuheit ihrer Con-«struktion, 2) die dabei zu überwindenden Schwierigkeiten, 3) ihr«Charakter als Denkmale, 4) ihre Solidität und Dauer, und endlich«5) die Kostencrsparniß.
»1) Wir sehen, daß die Völker Ost- und Westindicns sich seit«undenklichen Zeiten der Hängebrücken bedienen, daß man in Italien ,«Frankreich und England in frühen Zeiten davon Gebrauch gemacht«hat, daß die Franzosen sie in älteren und neueren Kriegen angewcn-"det haben, daß man deren mehrere in Amerika, Deutschland rc. theils«von Seilen, theils von Holzungen') oder Eisenkcttcn zählt. Diese«Construktionen haben also nicht das Verdienst einer neuen Erfindung.
,2) Nicht den Fortschritten der Wissenschaft muß man die neuere«Anwendung der Hängebrücken und die Vollkommenheit der Ausfüh-« rung, die man dabei bemerkt, zuschreiben, weil die Männer von Genie,"welche die bestehenden Brücken construirt haben, nur die Elemente«der Geometrie und Statik anwandten, um die Dimensionen der«Stücke zu berechnen und alle Details dieser Werke mit Genauigkeit«zu bestimmen, und weil es bekannt ist, daß dieselben sich nicht mit«dem Studium der höheren Mathematik beschäftigt haben.
"Der Ueberfluß und die Wohlfei'lheit des Eisens in England und« Amerika , und die Vervollkommnung^der hydraulischen Presse, einer be-«wundcrnswerthen Maschiene von französischer Erfindung, scheinen uns,«die vorzüglichsten und einzigen Ursachen der neuen Unternehmungen«dieser Art zu seyn. Wäre auch das Projekt einer Hängebrücke von«dem geschicktesten und geübtesten Ingenieur entworfen und von den»erfahrensten und gewandtesten Wcrkleuten ausgeführt worden, so würde«man dennoch keine Garantie für ihre Dauer haben, wenn nickt alle
1) disrsi» sur ies constructions lies routes, lies >c»nrs rlissienlMs, liesUsrcrge, ect. l,ii>e, iuipriuierie <ie liekous - I.e,v^ 182-!.
2) Cvrdicr scheint hier die Meinung des E. Mure von den Hängendrucken in Tyrol zu theilen. Siehe die Note aus der Seite H60.