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Dritter Band.
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Schlosscrarbeit; 3. Abth 2. Kap.

Druck der Theile, welcke zusammstoßcn und die Winkel bilden,Igrößten-theils unter sich aufgehoben wird.

Das vollkommenste Gcwölbesystem zur Bedeckung eines großenRaums ist das der spastischen Gewölbe, weil diese in allen ihrenPunkten durch horizontale Ringe gehalten werden können, welche siehindern, sich zu bewegen und ihre Form zu ändern. Jedoch muß manbedenken, daß, wenn diese Gewölbe der Witterung unmittelbar aus-gesetzt werden sollten, dieselben durch die verschiedenen Grade der Tem-peratur abwechselnd ausgedehnt und zusammengezogen werden würden,wodurch ihre Verbindungskraft zuletzt sehr geschwächt werden möchte.Diese Wirkungen würden um so gefährlicher werden, je größer derDurchmesser der Gewölbe ist, wegen^des in Bewegung gesetztengrößeren Gewichts.

Um diesen Nachtheilen zu begegnen, muß man vermeiden, dieseGewölbe mit allzu dünnen metallischen Stoffen zu bedecken, welche,statt sie gegen jene Beschädigung zu sichern, dieselbe noch vermehren.Aus diesem Grunde sollte nach dem Projekt szu der eisernen Kuppel,welches ich I8l)3, für den Hof der IlnIIo nu lilü zu Paris , vorlegte,die Eindeckung mit glasirten Plattziegeln vorgenommen werden, welchedas eiserne Gewölbe und seine Verbindungen besser geschützt habenwürden, als eine Eindeckung von Metall, welche denselben Verän-derungen unterworfen ist. Was den mir von einigen Personen ge-machten Einwand in Betreff des Gewichts anbelangt, so bemerke ichnach den Prinzipien, aus welche die wahre Theorie der Eonstruktiongegründet ist, daß in diesem Falle das Gewicht der zur Gcwölbbe-deckunq dienenden Fläche nur zu der Festigkeit beitragen kann, wenndasselbe mit den Kräften, welche die Fläche an den Seiten aufzutreibenstreben, in einem entsprechenden Verhältnisse steht.

Die Figur 1 der Tafel (?k,XIkl ist der Grundriß von einemViertel dieser Kuppel und deutet die Abtheilungen an, welche durchdie Verbindung der vertikalen Stäbe mit den horizontalen Ringen ge-bildet werden sollten.

Figur 2 ist die innere Ansicht von diesem Viertel im Aufriß, mirder Laterne, welche auf die Kuppel gesetzt werden sollte.

Die Figuren L, 4, 5, 6 sind der Grundriß, der Aufriß von In-nen und Außen und das Profil der Abtheilung, für ein Element derKuppel, nach einem größeren Maaßstabc.