Zweite Abtheilung.
Anordnung verschiedener Materialien, welche sich zur Be-deckung der Gebäude eignen.
Erstes Kapitel.
Von den Stcinbedeckungen.
^)n mehreren Ländern findet man Steine, welche sich in sehr dünnePlatten spalten lassen, von denen man zu Bedeckungen Gebrauchmacht. An mehreren Orten bezeichnet man diese Steine, welche oftweiß und talkartig sind, mit dein unpassenden Namen Lava. IhreLänge und Breite betragt I bis 2 Fuß und ihre Dicke 5 Linien bisI Zoll. Die dicksten legt man auf die Vordermauern und die Giebel,und die dünnsten auf die Mitte des Daches.
Da diese Steinplatten sehr unregelmäßig sind, so bchauen sie dieDachdecker mit einem Beilhammcr, der eben so wie derjenige gemachtwird, dessen sich die Maurer bedienen.
Diese Bcdeckungsart kann nur bei Dächern angewendet werden,welche eine geringe Neigung haben, weil sonst die Steinplatten Herun-tergleiten würden. Wird dieselbe von guten Steinplatten, die durchven Frost nicht leiden, verfertiget, werden alle Stücke genau zusammen-gefügt und gut unterlegt, so erhält man ein sehr solides und dauer-haftes Dach, das keine Unterhaltungskosten, erfordert; ich habe derengesehen, welche vor mehr als hundert Jahren gemacht worden seynsollen und noch in sehr gutem Zustande waren.
Man findet dergleichen Bedeckungen in den Departements, diezu den ehemaligen Provinzen Burgund und Franche-Comte gehörten,wie auch in Savoyen.
Um den Steinbedeckungen großer Gebäude ein schöneres Ansehenzu geben, hat man sie aus regelmäßig eingedeckten Platten gebildet,