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Dritter Band.
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Von der Bedeckung mit Kupfer, Blei und Zink. 403

15 auf der Tafel 0L.X.V, bilden, den man mit dem Schlägel ab-rundet.

Ist die erste Reihe Tafeln befestiget, so legt man die übrigen nacheben diesem Verfahren, bis zur Dachfirste, welche man besonders mitBlei einsaßt, wenn das Dach zweiseitig ist. Diese Firstbedeckung be-festiget man mit Haken, damit sie durch Sturmwinde nicht abgehobenwerden könne.

Die Domdächer werden auf dieselbe Weise gedeckt, wenn siekeine vorspringenden Rippen haben; indem man das Blei mit demSchlägel ausstreckt, bringt man es dahin, daß dasselbe die Rundungdes Doms annimmt. Man muß dabei eben so, wie bei gewöhnlichenDä'ckern das Zusammenlöthen der Höhenfugen vermeiden, und dagegenWülste bilden, die als Bänder bis zum Scheitel des Doms hinausziehen. Da die Zwischenräume der Bänder in der Breite abnehmen,so ist es gut, um weniger Reihen Tafeln zu bekommen und die Ueber-deckung zu ersparen, die letzten Reihen so zu legen, daß die Länge derTafeln ihre Höhe ausmacht.

Ist die Domfläche durch vorspringende Rippen abgetheilt, so mußman, so viel als möglich, die Einrichtung treffen, daß die Breite derZwischenräume, wie auch der Rippen, aus einer einzigen Tafel gebildetwerden könne, dergestalt, daß es weiter keine Höhenfugen giebt, alsnur in den einwärtsgehenden Winkeln der Rippen. Um diese Fugenzu bilden, biegt man die Ränder der an einander stoßenden Tafeln inentgegengesetzter Richtung um und nagelt sie unter der Biegung an.Wird das Blei auf den Rücken eines steinernen Gewölbes gelegt, wieam Dom der Genovevenkirche, so kann man die Tafeln in entgegen-gesetzter Richtung um ein eisernes Stäbchen rollen, das im Gewölbebefestiget ist.

An den meisten Domen werden nur die vorspringenden Rippenmit Blei bedeckt, die Zwischenräume hingegen mit kleinen Schiefern,welche unten schuppenartig zugehauen sind. In Gegenden, wo dieSchiefer selten sind, gebraucht man glasirte Ziegel, und zuweilen hatman statt der Schiefer und glasirten Ziegel, kleine Bleiplättchen, ebenso zugehauen, angewendet. Uebrigens werden diese Schiefer, Ziegeloder Bleiplättchen eben so, wie die Schiefer oder Ziegel der gewöhn-lichen Dächer auf eine Brettervcrschalung genagelt.

Man hat Versuche gemacht, das Blei durch Platten von einemaus Zink und Blei zusammengesetzten Metall zu ersetzen, allein man