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Dritter Band.
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Dachdeckcrarbkit; 2. Abth. 2. Kap.

Eine gut verfertigte Bleibedeckung ist außerordentlich solid unddauerhaft, aber auch sehr schwer und kostspielig. Auch hat sie dasNachtheilige, daß bei Feuersbrünsten das schmelzende Blei verhindert,sich zu nähern und unmittelbar Hülfe zu leisten, wenn das Dach vonHolz ist. Man hat nicht dieselbe Gefahr zu bestehen, wenn Gewölbemit Blei eingedekt sind, allein dieses kann entwendet und das Ge-bäude Wind und Wetter Preiß gegeben werden, wie es bei der KircheSaint-Denis geschehen ist. Wir wollen indessen die Verfertigungsartder Bleibedcckungen für die Fälle, in denen man davon Gebrauchmachen muß, angeben.

Wenn die Sparren des mit Bleitafeln zu bedeckenden Dachesbefestiget und oben gerade zugerichtet sind, so verschalt man dieselbenmit gewöhnlich 4 bis 6 Zoll breiten Brettern in horizontalen ungefähr2 Zoll von einander abstehenden Reihen. Nachher legen die Bleiar-beiter, welche gewöhnlich diese Bedeckung ausführen, zuerst die Dach-rinne, welche längs des Dachfußes hinzieht. Ist die Rückseite dieserRinne genau auf die erste Reihe Bretter gepaßt, so legt man obendarüber eine Reihe eiserner flacher Haken, die sich oben in Lappenendigen, welche mit 3 Löchern zum Annageln durchbohrt sind. DieseHaken müssen so eingelegt werden, daß die Bleitafel, welche sie unter-stützen, die Rückseite der bleiernen Rinne überdecken kann; diese Ueber-deckuNg muß in dem Verhältniß größer seyn, als die Neigung desDaches abnimmt, und kann von 3 bis 6 Zoll variiren. Ist diesesgeschehen, so legt der Bleiarbeiter die erste Reihe Tafeln so, daß deruntere Theil in die Haken eingreift, nachher streckt er sie aus, ebnetsie mit einem hölzernen Schlägel und befestiget sie oben, auf jedemSparren, mit starken und so langen Nägeln, daß sie durch das Blei,die Bretter und einen Theil des Sparrens gehen. Diese Nagel sindgewöhnlich 2'/, Zoll lang.

Die Bleitafeln zur Dachbedeckung sind gewöhnlich 12 bis 15Fuß lang, 3 Fuß breit," 1'/- bis 2 Linien dick. Sie werden soaufgelegt, daß die Breite in die Richtung der Dachneigung fällt.

Man darf die Enden der Bleitafeln, welche eine und dieselbeReihe bilden, nicht zusammen löthen, weil sie durch die Ausdehnungund Zusammenziehung, welche dieses Metall bei dem Temperaturwechselder Lust erleiden kann, dem Zerreißen ausgesetzt sind, sondern es istviel besser, die Ränder der Tafeln, welche zusammengefügt werdensollen, dergestalt umzubiegen, daß sie einen Wulst b, Figur 14 und