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unschweißbaren Gußstahl haben will *), deren Unterschieb bloß in der Menge des Kohlen-stoffes bestehen soll; was aber nicht seyn könnte, wenn, um Gußstahl zu erzeugen, einbestimmtes und unveränderliches Verhältniß nothwendig wäre.
Ucbrigcns sey es wie es wolle, sicher ist es, daß mit allen mir bekannten Methodenmir es noch nie gelungen ist, einen brauchbaren Eußstahl zu erzeugen, und daß ich,um einen Stahl von der Beschaffenheit des Englischen zu erhalten, bis jetzt kein anderesund besseres Mittel habe auffinden können, als den besten natürlichen Stahl im Kohlen-pulver (von animalischer oder vegetabilischer Kohle), und noch besser in Gußeisenspäncncementircn zu lassen. Ob Andere es auch so machen, und dabey auf unsere Bereitwilligkeit,selben für Gußstahl anzusehen, Rechnung machen, weiß ich nicht. So viel ist aber gewiß,daß der auf letztgenannte Art cementirte Stahl fast eben so gut als der Englische Guß-stahl werden kann **).
§. 12* Von der Härtung.
Der Stahl, wenn er warm gemacht ist, bedarf nur eine Abkühlung im Wasser, umhart zu werden; und im Verhältniß, als der Hitzegrad ist, nimmt auch die Härte zu. DasGeheimniß der Härtung bestehet darin, daß mit der Zunahme der Hitze die Materieimmer mehr in gröberes Korn in den Schwingungs-Knoten der vibrircnden Wellen sichsammeln muß, und durch das plötzliche Abkühlen nicht mehr wie zuvor in dünnere Wellensich zertheilen kann.
Und weil ohnedem die Verbindung des Kohlenstoffes mit dem Eisen verursachet, daßsich solches in ein gröberes Korn sammeln müsse, als wenn es allein ist, so weiß manauch, warum der Stahl in sich selbst viel härter als das Eisen ist, und warum er nochhärter wird, wenn er im warmen Zustande äbgekühlet wird.
Daß die zunehmende Hitze ein immer gröberes Korn verursachet, ist eine Sache,welche sich durch sich selbst beweiset, indem der feinste Stahl mit einer starken Hitze sehrgrob, und so umgekehrt der gröbste mit einer geringen Hitze wieder fein wird.
*) Es ist übrigens Thatsache, daß jeder Englische Gußstahl, den id; habe verarbeiten lassen, sowohl mitEisen als auch mit sich selbst, obwohl mit mehr oder weniger Schwierigkeit, sich hat schweißen lassen.
**) Das einzige sichtbare Zeichen für den Gußstahl ist die rauhe Flache an dem einen Ende der Stange,was jedoch auch künstlich bewirkt werden kann; die ganze übrige Oberfläche desselben, welche durchausglatt ist, gibt zu erkennen, daß die Stange unter dem Hammer ausgestreckt worden ist. Es scheintdaher, daß der Gußstahl, so wie er aus der Form kommt, von keinem guten Gebrauche sey, widrigen-falls man damit eine Menge fertige Bestandtheile, wie Räder, Schneidcisen und Backen von jeder mög-lichen Gattung und Gestalt, gegossen hätte- — Wäre ich so glücklich, einen vollkommenen Gußstahl gießenzu können, so wäre der erste Gebrauch, den ich davon machen würde, gewiß der, die genanntenBestandtheile gießen zu lassen, wodurch eine Menge Feilen und andere Werkzeuge, dann sehr viel Ar-beitszeit, Kohlen und Stahl selbst zur Bearbeitung derselben ersparet würde, und zwar um so mehr,weil jedweder Stahl so schwer im Feuer zu behandeln ist, da derselbe so leicht verbrennt oder wenigstensseine vorzüglichen Eigenschaften verliert-