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nach dem Gesetze der oben angenommenen krummen Linie Statt finden, weil ein Theilder Pulvcrladung sich dann noch entzünden wird, wenn die Kugel im Rohue bereits inBewegung ist.
In Erwägung alles dessen ergibt sich die Nothwendigkeit von selbst, daß von derobigen Berechnung abstrahirt, und für diesen Zweck eine andere krumme Linie, nähmlicheine Hyperbel, deren Potenz größer als die Eisenstärke am Pulvcrsacke ist, gewähltwerden muß.
Zur Bestimmung dieser krummen Linie müssen zwey Puncte, durch welche diese zugehen hat, nähmlich die Eiscnstärke am Pulvcrsacke und jene an der Mündung des Lau-fes, für bekannt angenommen, dann die Gleichung für die Hyperbel aufgestellt, undmittelst solcher alle übrigen Puncte der krummen Linie berechnet werden; welches auf fol-gende Art bewerkstelliget werden kann:
Es sey im Allgemeinen die Eiscnstärke am Zündloche = b, jene an der Mündungaber = a und die Entfernung dieses Punctes, d. i., die Entfernung der Mündung vondem Zündloche — 1 . Um die Gleichung für die Hyperbel zu finden, muß die Entfernungdes Zündloches von dem Mittelpuncte der Hyperbel, d. h., die Abscisse für die Ordinateb bestimmt werden. Diese Entfernung oder die Abscisse A kann durch den bekannten Saß,daß die Ordinaten der Hyperbel an der Asymptote sich gegen einander wie umgekehrt ihreAbsciffen verhalten, leicht gefunden werden; es verhalt sich nähmlich a:b — A: (A + 1 ),
woraus A ---- ^_ a ist; die Werthe statt a, b und 1 *) substituirt, gibt A = 2127, 38 IT =
Ab
14 11 , 9 111 , 3 , 38 IT . Ferner verhält sich auch y:b = A: (A+.x); daher y — —
—i eine Gleichung für die Hyperbel, aus welcher alle übrigen Eisenstärken
oder Ordinaten y', y", y"‘. . . . y" in den verschiedenen Puncten des Laufes, oderfür die Abscissen x', x", x'". . . . x" durch Rechnung gefunden werden können.
Das Zeichen + oder — wird genommen, je nachdem die Ordinate y von demZündloche vorwärts gegen die Mündung, oder rückwärts gegen den Pulversack bestimmrwerden soll.
Es sollte z. B. die Eisenstärke an der Mitte des Laufes bestimmt werden, wo
x— 20", 9 111 , i, 5 n ist; so wird man finden, daß y = — i6 IT , und
folglich der ganze Durchmesser des Laufes selbst 10 111 , 9™ beträgt, welches Maß von demDurchmesser unserer Infanterie-Läufe an der Mitte derselben um 1 Punct abweicht.
*) Nähmlich a — io IV ; b = 38,5 1T ; 1 — Go63 Iv .