Band 
Erster Band.
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ist wohl wahr, daß dieseL Eisen etwas höher im Preise zu stehen kommt, allein man muß.auch bedenken, daß früher mit dem gewöhnlichen Eisen der Ausschuß immer sehr beträcht-lich, und selten geringer als 5 o bis 60 Proccnt ausgefallen ist, und daß, seit dem die-Schwanzschraubcn auf den Rohrhammcrn bey Stadt Steycr aus Eisen von meiner Ma-nipulation erzeugt werden, der Ausschuß höchstens auf 10 Procent gerechnet werden kann.

Wenn die Schwanzschraubc geschmiedet ist, wird sie weich eingesetzt, dann mittelst derFeile auf die dazu bestimmte Lehre bestoßen. Der Durchmesser dieser Lehre muß um 3 '*kleiner als jener der geschnittenen Schwanzschraube seyn, weil sich das Eisen beym Ein-schneidcn der Gewinde wenigstens um eben so viel ausdehnt.

Die Gewinde werden mittelst eines stählernen, gehärteten Schneideisens, welches an Taö.einem Hebel (gewöhnlich einem Rohre von 3 Schuh Lange) angeschweißet ist, von demVerschrauber, der sich mit dem Unterleibe an den Hebel stemmet und drückt, auf ein-mahl eingeschnitten; zu welchem Zwecke die Schwanzschraube vertical in einen niedernSchraubstock eingespannt wird, und um welchen der Verschrauber bis zur Vollendungherum gehet.

Damit das Schneideiscn gleich im Anfange angreife, ist es nothwendig, die Schwanz-schraube oben etwas spitzig zu Hammern, und selbst auch auf das Schneideisen zu klopfen.

Wenn das Schneideisen einmahl herum geschnitten hat, so wird auf den Theil der Schraube,welcher aus dem Schneideisen hervorragt, mit einem Handhammer stark geschlagen, alswenn man die Schraube in dem Schncidcisen gleichsam vernieten wollte. Durch diesesZusammenschlagen setzt sich die Schraube etwas, breitet sich daher besser in den Vertiefun-gen der Gewinde aus, und beym Zurückdrehen des Schneideisens erscheint dann der Cy-linder der Schraube in seiner vollen Schärfe.

Das Eisen, welches von dem Schneideisen unten zusammen gepreßt wird, muß,bevor die Schraube ganz geschnitten wird, mittelst eines Meißels, und selbst mittelst einerFeile, hinweg geschafft werden, weil sonst das letzte Gewinde an dem Stoßeisen leichtRisse bekommen, oder das Schneideisen selbst brechen könnte.

Was die Gleichförmigkeit der Schwanzschrauben betrifft, ist solches sehr leicht zu cr-zwccken, wenn man an dem Schneideisen ein Zeichen macht, wohin der Schwanz oderdas Stoßcisen zu stehen kommen muß, wenn die Schwanzschraube an dem Schneideiscnvollkommen aufsitzt; welches immer mit dem nöthigen Nachfeilen an dem Stoßeisen bewir-ket werden kann.

Das wahre Mittel jedoch, um die Schwanzschrauben alle gleich zu erhalten, ist,selbe mittelst einer Leitschraube vorzuschneiden, wie solches ebenfalls von mir in unserenWerkstätten mit dem besten Erfolge eingeführt worden ist. Die Vorrichtung besteht inFolgendem : wenn die Schwanzschraube in eine entsprechende Unterlage gewöhnlich einSchraubstockvertical befestiget ist,, setzt man über dieselbe das gewöhnliche Schneid-eisen; auf dieses läßt man den Kopf einer ähnlichen Druckschraube wirken, die sich ineiner Mutter dreht. Diese Mutter ist an eine Gabel, welche mittelst einer Charnier anden Plafond befestiget ist, angebracht, und kann durch ihre Seitenbewegung nach Belieben

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