Band 
Erster Band.
Seite
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Hand erschweret wird, welches immer sehr vortheilhaft ist; ist hingegen keine Stolzevorhanden, dann muß auch unter einer und derselben Neigung die Bat-tcrif, um dem Daumen hinreichenden Raum zu verschaffen, nothwendiger Weise etwasmehr erhöhet werden, wodurch selbe dann ohne Noth schwerer ausfällt. Dieses voraus-gesetzt, wäre meine Meinung, die Stolpe noch ferner beyzubehalten. Bey den russischenSchlössern ist die Batterie ohne Stolpe und nebstbcy so kurz, daß sie mittelst des Daumensseitwärts geöffnet werden muß. Ich halte diese Einrichtung nicht für gut, weil erstens dasOeffnen des Deckels sehr erschweret wird, und zwcytens der Mann seine Hand am Steinesich sehr leicht beschädigen kann.

Won den Federn überhaupt.

Es ist sehr schwer, eine vollkommene Feder zu erzeugen; aber noch weit schwerer,das wahre Verhältniß zu bestimmen, welches zwischen den entgegen wirkenden Federn einesSchlosses bestehen muß, wenn der Gang desselben so ausfallen soll, wie es die erforder-liche Wirkung nothwendig macht.

Man hört im Allgemeinen sagen, daß eine Feder nur dann gut seyn kann, wenn siegehörig nach dem Zuge gefeilt ist. Was jedoch durch das Wort Zug verstanden wird,hierüber wird keine Erklärung gegeben; und viele sind der Meinung, daß eine Feder dengehörigen Zug hat, wenn sie keilförmig zugefeilt ist. Dieß ist aber fehlerhaft, denn eineauf diese Art gestaltete Feder wird von der Mitte gegen den Bug viel zu stark ausfallen, -yEine Feder kann nur dann vollkommen seyn, wenn sie in allen ihren Puncten ein und dieselbeFederkraft äußert; und dieses wird nur dadurch bewirkt werden, wenn der Feder eine solcheGestalt gegeben wird, daß die Dicken derselben in verschiedenen Puncten mit den Entfernun-gen dieser Puncte von dem Stützpuncte der Feder im verkehrten Verhältnisse stehen; miteinem Worte: wenn die Feder oben und unten nach einer asymptotischen Linie gebildet ist.

Nach der Berechnung würde jedoch die Dicke am Ende der Feder, wo die Last ange-bracht wird, ungemein klein ausfallen, welches die Ausübung aber nicht erlaubt, weilnebst der Gewalt, welcher die Feder an dieser Stelle zu widerstehen hat, selbe auch nochso viel Widerstand darbiethen muß, daß sie andere zufällige Stöße nach der Seite zu über-wältigen im Stande ist.

Ich habe in der Erzeugungs-Tabelle für die Schlösser, nur die Dicke am Buge und anden Enden der beyden Arme der Feder angegeben. Will man die Zwischendicken derselbenhaben; so darf man nur durch die Hälften der angegebenes Dicken, eine Asymptote führen,und die Zwischenpuncte bestimmen. Es sey z. B. die halbe Dicke am Buge a, die halbeDicke am Ende der Feder b, und die Entfernung dieser beyden Puncte von einander c. Um die Ordinate», d. h. die verschiedenen Dicken der Feder bestimmen zu können,muß der Abstand der Ordinate a von dem Mittelpuncte der Hyperbel bestimmt seyn. Die-ser Abstand, den wir mit in bezeichnen wollen, läßt sich durch folgende Proportion be-

, . bc

stimmen; nähmlich: es verhält sich a : oin-s. e:in, und hieraus m