Z2 Zweiter Abschnitt.
7) Kleisterkochen. . ,
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§. 68. ES werden 4 Loth Horn oder Tischlerleim mit > (jnQuart Wasser in einen kleinen Kessel geschüttet, darin» MStunden zur Auflösung stehen gelassen, und dann auf ein^Dreifuß über gelindem Feuer so lange gekocht, bis der Leim ^lig zergangen ist. Während des Kochens wird 1 Pfd. Stärke i*l Quart kaltem Wasser aufgeweicht und nachdem der Leim zekgangen dieselbe unter beständigem Rühren in das Leimwasser ^gössen. Da letzteres durch das Zugießen des kalten Stärkwasscfl ^aus dem Kochen kommt, so läßt man den entstandenen Brei nochmals aufkochen, nimmt sich aber dabei in Acht, daß er weder a^brenne noch überlaufe; wird hiernach der Kessel vom Feuer gonommen, so ist nach dem Erkalten des Breies der Kleister fertigHat man die Stärke in das kalte Wasser nicht gut eingerührtoder dieselbe zu schnell mit dem kochenden Leimwasser vermischt, Euso entstehen Klümpchen oder Klüter, die beim Kleistern Echo« s°'hungen geben und dadurch nachtheilig werden können. Unter sobchen Umständen muß man den Kleister vor dem Gebrauch durch ^grobe Leinewand drücken. ^
Wird dem Leim bei feinem Kochen £ Loth gebrannter Alaun ^beigemischt, so schützt dies den Kleister vor dem schnellen Berber- 01ben. (§. 265.)
s) Papskochen.
§. 6 g. Der Paps wird zu Fertigung einer dünnen Pappe liangewendet. Um ihn zu kochen, läßt man 6 Loth Hornleim in 3einem halben Quart Wasser 5 bis 4 Stunden aufweichen, gießt sinoch 6 bis 7 Quart Wasser hinzu, mischt 4 Loth gebrannten und nzerstoßenen Alaun darunter, läßt die Mischung in einem Kesselüber gelindem Feuer kochen und rührt sie einigemal gut um.
Während der Kessel sich auf dem Feuer befindet, schüttet mapi § Metze feines Roggenmehl in einen Zober, gießt nach und nach ?5 bis 4 Quart kaltes Wasser darauf und rührt die Masse mit ei- ^nein stumpfen nicht zu dicken Besen, zu einem Brei vhne Klümp" ^chen oder Klütec. Run wird das siedende Wasser aus dem Kesse^ jganz langsam in den Zober gegossen und die Masse mit dem $ 8 c'' jsen beständig umgerührt, damit sich keine Klümpchen bilden.