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Dritter Abschnitt.
eine Mulde auf den Rand des Ofens zu legen, damit sie völligdurchwärmt und im Innern wie auch von außen getrocknet stf'bevor sie eingebracht wird.
§. 122. Die Gießer sitzen in der Queere auf Hoden Bas-ken, und zwar an jeder langen Seite des Ofens auf einer Ba»^zwei, mit demGesichr einander gegenüber; an der schmalen Seitt,die dem Fcuerloche entgegen steht, einer. Beim Gießen gebe»sie den Formen, mittelst eines untergelegten Holzes, einen Ab'hang nach dem Gewinde zu. Sie müssen ihre Kellen stets heißerhalten, wozu in der Oderfläche des Ofens sich Löcher b-esi'i"den, die bis auf das Feuer hindurch gehen, worin die Kellen g(‘ftedt werden. Diese Löcher dienen auch zugleich zur Beförde-rung der Zugluft und zum Ableiten des Rauchs. Es wird irwmer nur so viel Blei ausgeschöpft, als nöthig ist, die Form Z»füllen. Das Eingießen geschieht von. oben nach unten, längsder in der Form befindlichen Rinne. Jeder Gießer hat nebe«sich einen Kugelkasten stehen, in welchem er die mittelst eineseisernen Hakens aus der Form genommenen Güsse grade nieder-legt, damit die Putzer und Kneifer mit dem Geradebiegen der-selben keine Zeit verlieren dürfen; auch müssen die Güsse mög-lichst ganz und nicht zerstückelt aus der Form gebracht werden,weswegen man solche von Zeit zu Zeit innerhalb mit Speck ein-schmiert. Sind die Formen etwa nach Zo und mehreren Güs-sen zu heiß geworden, so werden sie zum Erkalten geöffnet, undbehutsam bei Seite gelegt (nicht aufrecht gestellt) und das Gie-ßen mit andern fortgesetzt. Bisweilen setzen sich kleine StückenBlei im Innern an, diese müssen mit einem Messer recht reinabgekratzt werden, damit sie die Form nicht am gehörigen Schlie-ßen verhindern, weil sonst die Kugeln Bärte bekommen, auchwohl oval werden.
§. i»Z. Nach dem Guß werden die Kugeln geputzt, dasheißt, es werden die Gußreifen derselben mittelst eine? Messersabgenommen; hiernach werden die daran befindlichen Hälse ab-gekniffen, jedoch so, daß weder von der Kugel etwas mitgenolN-men wird, noch auch vsm Halse etwas stehen bleibt. M-fbedient sich hiezu der sogenannten Kugclkneifzangen, welche vo»mittlerer Größe, und von den gewöhnlichen Zangen nur darf
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