Anfertigung der Feuerwerkskörper selbst. 75
und dadurch festgehalten wird; sind keine dergleichen Löcher vor-handen, ss wird die Leine an die Bügel festgebunden. ZumKlopsen werden die bemäntelten Kreuze auf einen niedrigen Tisch^-kopfdank — gesetzt, in welcher auf jeder Ecke 3 Pstb^e be-lästigt sind, worinn die Kreuze passen, und eS wird der Beutell° weit umgestreift, daß der Satz bequem in die Kreuze gebrachtkann.
§. 155. Der Satz zu den Bcandkugeln besteht aus:
55 Pfd. Kornpulver5 Pfd. Mehlpulver15 Pfd. geläuterten grünen Pechsi bis ii Pfd. Talgi bis i J Pfd. klein gehacktes Werg.
Man bedient sich des grünen Pechs lieber als des schwarzen,weil ersterer reiner und fetter ist als letzterer, kann man jedochkein grünes Pech haben, so leistet das schwarze auch gute Dienste.Das Talg dient den Satz geschmeidig zu machen; die Menge des-selben richtet sich nach der Güte des Pechs; je weniger Fettigkeitdieser hat, je mehr Talg wird erfordert. Das Werg dient zur Ver-bindung des Satzes und zur Nahrung der Flamme; die Mengedesselben hängt ebenfalls von der Gute des Pech« ab, denn jefetter dieser ist, je mehr nimmt er davon in sich auf.
§. 154, Zur Bereitung der Brandmasse sind 2 kupferneRössel erforderlich, in dem einen wird da« Pech und Talg zusam-geschmolzen, und in dem andern die Masse bearbeitet; derletztere hat zu diesem Zweck einen starken sogenannten doppeltenBoden, und oben einen 5" breiten Rand, jeder aber zwei beweg-liche Ringe zum Tragen. Diese Kessel müssen vor ihrer Anwen-dung jedes Mal sowohl von innen als von außen gut gereinigt,auch nachgehen werden, ob sie vollkommen ganz sind» und derBoven die erforderliche Stärke hat.
§. 155. Nachdem nun die Materialien abgewogen, wirdPech jn dem zugehörigen Kessel geschmolzen, das Mehlpul-Bec unter das Kvrnpulyer auf einer Tafel gleichförmig gemengt,bieg sämmtliche Pulver in 6 — 8 Mulden so vertheilt, daßw Muths, Pulver zuerst in die Masse geschüttet wird, am^tnigsten, etwa »Pfd., die folgende etwas mehr Pulver ent-