Auf dieser Seite der Stadt liegen die sehr bedeuten-den Steinbrüche von Solothnrn. Zehr arbeitetman vorzüglich für Bern in denselben. . Wir gingenum die Stadt auf den Wällen herum und bewun-derten da einen alten römischen Thurm, der ganzunversehrt ist und wohl allen Jahrhunderten nochrrotzcn wird. Er ist wahrscheinlich ein Ucberrestvon dem earkrum Loloüurum, das unter Dioclctianhier stand. Die Alemannen zerstörten den Ort.Auch von deutschen Kaisern gibt es Spuren. DasMünster wurde von zwey Königinnen, von Dcrtruda,Gemahlin Pipin's des Jüngern in Frankreich undvonDertha, Königin von Burgund erbaut. Wirbesahn noch einige Klosterkirchen, die uns auf demWege ausfliesten, und ließen uns in das wegen sei-ner vortrefflichen Einrichtung sehenswerthe HospitalHer barmherzigen Schwestern führen. Zwey langeSäle, welche ein mit Glasthürcn verschncs etwaserhöhtes Appartement, das einen Altar enthält,verbindet, haben zu beyden Seiten Betten mit Vor-hängen. Die Reinlichkeit, die sich bis auf die Kücheerstreckt, ist musterhaft. Das Hospital hat seineeigne Apotheke. Sie ist sehr bedeutend. DieNonnen sind selbst Apotheker. Man zeigte uns dieNeceptbüchcr, und kein Provisor wird sie besser hal-len können. Der Nonnen sind etliche vierzig. Tagund Nacht sind sie in die Küche, in das Laboratori-um und die Apotheke und z» den Kranken vertheilet.Drey Aerzte stehn der Anstalt vor.
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