Hier müßen wir uns zum ersten Mahle mit demKaminscuer begnügen. Zum schnellen Erwärmen istes schon hinreichend: auch ist es ganz lustig im Zir-kel traulicher Unterhaltung bey einer Tasse Thee imFeuer herumzuschüren: aber am Schreibtische ver-mißten wir denn doch die überall im Zimmer gleichverthcilte Temperatur von Wärme, die unsre Ocscngeben. Doch will ich den günstigen Einfluß des Ka-minfcncrs auf das Genie des Gelehrten nicht in An-spruch nehmen. Es könnte neue Theorien des Feu-ers gebähren helfen t wenigstens fand einer meinerBekannten, dessen Theorie über denselben Gegen-stand in einem sehr gelesenen Journale steht, einebesondre Wollust darin, oft fünf Stunden lang, ichübertreibe nichts, mit stetem Blicke auf sein Ofen-feuer geheftet über jener Theorie zu brüten.
Da wir uns mit der Hoffnung schmeicheln, Bern mehr als ein Mahl, wiedekzusehn; so beschrankte»wir.unsern ersten Aufenthalt daselbst nur auf einenSpahiergang über die vorzüglichsten Plätze der Stadt.Unter den Wntlichen Gebäuden gefiel Uns besondersdas Kornmagazin seiner zweckmäßigen Einrichtunghalber und die Kirche znm ch. Geiste, eins der schön-sten Gebäude Berns, das 1704 ganz neu aufgeführtwurde. Hinter dem Rathhause an der Aar wurden