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Tagebuch meiner Reise durch die Schweiz / Wilhelm Rein
Entstehung
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206
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bhitheatralisch sich erhebt, ihre hohen und von denStrahlen der Sonne glänzenden Thürme- die grü-nen Hügel, die sie umgeben, die schroffen Felsender hohen Kette von Neposoir über denselben- bil-den eins der herrlichsten Naturgemählde. So wares einst immer. Von Sallenche bis Chede trägt dasganze Thal die Spuren eines ehemaligen Sees ansich- welcher ablief, als die Felsen bey Clusc durch-brochen wurden. Es geschieht jetzt noch bisweilen,daß große Seen, welche die Berge linker Hand ent-halten, eine von den weniger soliden Wänden ihrerBassins durchsressen, sich plötzlich über das Thalherabstürzen und den Wandrer überfallen. DieLaMeute Nennen solche wilde Ströme Nonlsauvaxc.Jeder, der sie kommen sieht, bricht in lautes Ge-schrey aus, um die, welche in Gefahr kommenkönnten, zu ermähnen, daß sie die Flucht ergreiffen.Einen reihenden Anblick gewährt das links am Ab-hänge eines Berges unter dem Schatten von herrli-chen Obst-lind Waldbäumen liegende große DorfPaffh. Die Kirche nimmt sich vorzüglich gut aus.Zunächst an das Dorf schließt sich ein schöner Waldan, auf diesen folgen höher fette Alpen, auf welch»von steilen Felsenwänden herab Schncewasser träu-felt, das ihr frisches Grün erhält. Rechts jenseitsder Arve begrenzen das Thal nur fruchtbare HügelMit Bauerhütten beseht. Daö wegen seiner Mine-ralquellen jetzt sehr besuchte Dorf St, Gervais liegtam Eingänge des Thaies, welches nach 1'Ails dlsock»