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Tagebuch meiner Reise durch die Schweiz / Wilhelm Rein
Entstehung
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263
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Der Necken ist da, wo wir aus demselben nach demBernhard hinaufsteigen, durch eine dicke Mauer vollSchießscharten vertheidigt. Eine Zugbrücke führtdurch diese Mauer über einen Dergstrom. Ueber vie-le Granittrümmer hinweg nähert man sich bald einemkühlenden Lerchenwäldchen. Zn grauenvoller Tief«fließt unterhalb dem Walde die Dranse des Bern-hard zwischen ungeheuern Felsen stücken. Nach die-sem Walde hört alle Vegetation von Bäumen auf>und man sieht sich auf einer großen Ebne, welche mitGranitblöcken besäet ist. Oberhalb derselben läßtsich schon der Gletscher Menoue grüßen und über ihnstarrt die höchste Spitze des Bernhard, le Velan,welcher 10327 Fuß über das Meer erhaben ist, her-vor. Es folgt eine zweyte Ebne. Man wundert sichüber ihren Nahmen le stimmet 6 e prou. Sie hatIhn aber mit Recht, weil sie der erhabenste Theil ei-ner weitläustigen Alpe ist, die Prou heißt. Ausserden Granitblöcken der ersten Ebne war diese noch miteiner zahlreichen Heerde Kühe und Ziegen bedeckt, diesie sehr verschönerten. Bis hierher pflückten wir amWege seltne Pflanzen, centaurea slbs, peüicularisincarnats, sntirrkinum genistilolium. Mit ei-nem Mahle hört der Rasen auf und man sieht nichtsals nackte Felsen, die mit Jahrtausende alten Schneebelegt sind. Schichten von Granit, Gneiß , Glim-merschiefer, Kalkstein und Quarz wechseln mit ein-ander ab. Nicht weit über der zweyten Alpe ließNapoleon um einen mächtigen Felsen herum, über