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Tagebuch meiner Reise durch die Schweiz / Wilhelm Rein
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dvn zwey bis drey Stunden füllt der felsige Fußder ehemahls hier ruhenden Zurakctte aus, welcherjetzt durch die köstlichen Weinberge, die freundlichenDörfer und Landhäuser belebt ist.

Merkwürdig ist, daß die ganze Gewalt der Fluch,^ Welche einst aus der Gegend des Grimsels von der^ Urgebirgsketke herab zwischen dem Beateuberg unde" Niesen über den Thuuersee sich herübcrwalztc, ihre

Nichtung nach dem Zura oberhalb Neuchatel nch-wen und an diese Felseumauer augeprcllt auf bey-

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den Seiten westlich »ach V^'^rdun und östlich nachBiel fortfluthcn mußte. Wahrscheinlich wurde dieJuraketke zwischen dem Boudry und Chaumont durchdie hier besonders wirkende Gewalt der Fluch zer-brochen und die Mcrgclschichtcn der südöstlichenSeite des Zura so tief ausgewählt, daß ein gegenzwanzig Stunden langer See zurückblieb.

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Abends badeten wir in dem stillen, warmen See.Das schöne neue Wirthshaus am Ende des Dorfesnach dem See zu empfehle ich. allen, denen es nichtgleichviel ist, gut oder schlecht zu schlafen, zu 'essenund trinken. Alles ist auf das reinlichste und nette-ste eingerichtet. Außer in Bern erinnere ich michnicht, ein so gutes Wirthshaus gehabt zu haben.