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Tagebuch meiner Reise durch die Schweiz / Wilhelm Rein
Entstehung
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Die Bäder liegen 6 oo Schritte von der Stadt,dickt an beyden Ufern der Limmat , anf dem rechten ^die sogenannten kleinen, anf dem linken die großen, jzusammen Zeo. Taeitns nennt Baden einen, seinerangenehmen Heilbäder wegen, sehr besuchten Ort.Sie sind die ältesten der Schweiz und waren währendderKonstanzerKirchcnversammlnng im höchstenGlanze.Jedes Haus hat seine eignen Bäder. Das wärmste,Verona-Bad genannt, ist öffentlich, und faßt 82bis iOo Personen. Es wird häufig besucht, weil«s die Ursache der Unfruchtbarkeit heben soll. Diemeisten übrigen Bäder sind zu 6 bis lo Personeneingerichtet. Das Heilwasscr ist hell, schmeckt etwassalzig, hat einen schwachen Schwefelgeruch und bil-det auf der Oberfläche ein farbenspielcndes Häutchen.Wir fanden noch jetzt Badegäste. Die Lage derStadt gefällt mir wegen ihrer großen Stille und Zu-rückgezogenheit, wegen ihres wilden Karaktcrs imgrößten Kontrast mit der lachenden Thalcbne, welchesich nach Zürich hin immer mehr ausbreitet. Dichtbey Baden an der Straße liegt das Kloster Dettin-gen. An der Kirche bewundert man noch prächtiggemahlte Fensterscheiben. Die hier über die Lim-mat gebaute sehr schcnswerthe Brücke brannten dieFranzosen 1799 ab. Die Limmat behielte» wir im-mer zur Linken. In dem nähmlichen Monate desJahres 1799, >» welchem wir jetzt diese Gegend !durchreisetcn, lagerte die französische Armee unterMaffena längs der Albiskettc am linken Ufer der