Er schü tt. -Ur sach.]
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unter der Tajo -Miln düng und am Ufer beträchtliche Ein-senkungen. Das plötzliche Fallen des Wassers, dem sodannein furchtbarer Wasserschwall folgte, und das Versinken derganzen Schiff lande findet so seine Erklärung. Nach Bertrand’sBericht trat nach den gewaltigen Erdbeben im Wallis in dem-selben Jahre (9. Dezember u. s. w., vcrgl. I, 169 ff.) in derzunächst betroffenen Gegend allgemein die Behauptung auf,dass der Simplon bei diesen Ereignissen bedeutend niedrigergeworden sei, jedoch ohne dass Jemand diese nur auf einemallgemeinen Gefühle beruhende Behauptung durch bestimmteMassangaben zu stützen gewagt hätte cü ). Das Gefühl desEinsinkens machte sich auch bei den Erdbeben im Visp-Thaleim Jahre 1855 bei sehr Vielen wiederum geltend. Es findensieh in unserer Sammlung von Nachrichten manche derartigeAndeutungen. War es unmöglich, solche Senkungen, wennsie vielleicht nur ganz geringe Maasse betrugen und beträcht-liche Tlieile des Gebirges auf einmal umfassten, wirklich zusehen, so sprach die Empfindung der Bewohner um so leb-hafter. Das Nachbrechen kleinerer Bodenstücke verrieth sichaber zu Zeiten selbst durch sichtbare Bewegungen kleinererPlätze, wie am 31- Juli bei Törbel (III, 291).
Erschütterungen, welche von den hier angedeuteten Be-dingungen abhangen, werden vielfach in einer Weise beobach-tet, welche diese Bedingungen selbst auf das Deutlichste undGreifbarste hervortreten lässt. Weit schwieriger, ja, vielleichtganz unmöglich ist dagegen die Nachweisung der Ursache der-jenigen Bewegungen im Erdboden, welche aus dem allmähli-gen Schwinden der dem beständigen Stoffwechsel unterworfe-nen Schichten (vergl. II, 277), sowie aus der Streckung derSchichten (II, 275. 276) hervorgehen. Da aber nicht be-zweifelt werden kann, dass dieses Schwinden in der Dicke unddiese Streckung in der Fläche in den Bodenschichten wirklichstattfiudet, und da das Stattfinden dieser Vorgänge wiederumnothwendig zu Bewegungen im Erdboden führen muss, welche,weil eine stetige Verschiebung in so ungleichartigen und so
60 ) Nöggerath: Die Erdbeben im Visp -Thafe, S. 29. 30, zit. Bertrand:Me'm. phys. et historiques sur les tremblements de terre. 1757. — Leider warich weder in Zürich, noch hier in Frankfurt im Stande, mir dieses Werk zueigener Benutzung zu verschaffen. V.