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Unterricht für die Officiers, die sich zu Feld-Ingenieurs bilden, oder doch den Feldzügen mit Nutzen beywohnen wollen, durch Beyspiele aus dem letzten Kriege erläutert, und mit nöthigen Plans versehen / von Johann Gottlieb Tielke
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30
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zo I. Theil. IV. Hauptstück.

pflöckt, damit sie nicht weichen können, wodurch alledie andern, die dazwischen liegen, fesie werden. Mankann auch oben über die Schalhölzer, auf jeder Seiteder Brücke, eine Latte legen, und sie darauf befestigen,welches noch besser verhütet, daß kein Holz aussprin-gen kann. Aledenn wird die ganze Brücke mit Rasenbelegt. Wenn es anders die Umstände erlauben, mußman etliche solche Brücken neben einander machen, je-mehr derer sind, je geschwinder geht der Marsch.

t §. 4'.

Anmerkung.

Man muß sich wohl in Acht nehmen, daß man dieBrücken nicht zu schmal mache, denn die Züge müssenalsdenn abbrechen, und der Marsch wird sehr aufge-halten. Je breiter sowohl die Lauftale auch andernBrücken, fürs Geschütz sind, je leichter und geschwindergehet der Marsch.

§. 4r.

Hat das Wasser keine Fuhrt, daß also auch Wa-gen und Geschütz drüber gehen sollen, so muß man star«ke Bäume oder Balken zu Trägern nehmen, deren manwenigstens vier Stück in gleicher Weite von einanderlegt, nachdem man die Brücke breit machen will. Dreybis vier Ellen ist im Nothfall genug, weil die Wagennicht neben einander, sondern nur hinter einander ge-hen, doch ist es besser, man macht sie noch breiter, da-mit zugleich Fußvolk neben den Wagens vorbey gehenkann. Hat man Bauholz, so legt man Stücken vongleicher Länge, wie oben von den Schälyölzern gesagtworden, der Quere, eines neben das andere, und be-festiget die ersten und letzten, damit sie nicht weichenkönnen. Will man Pfosten darzu nehmen, so müssen

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