168
II. Theil. VIII. Hauptstück.
ses Hinderniß, an uns zu kommen. Es zeigt also so-gleich seine Bestimmung, daß er so breit und tief seynmuß, daß man nicht leicht über selbigen lausen, vielwe-niger reiten könne. Wer an der Möglichkeit zweifelt,daß es solche Schanzen gäbe, (da man doch im letzter»Kriege eine Menge dergleichen angetroffen,) dem will ichnur ein Exempel anführen.
§. roy.
Den ry. Iul. 1760. als sich die Kayserliche Armeeder Stadt Dreßdcn zum Entsatz nahcte, nahm der da-malige Rittmeister von Zeschwitz, mit seiner Schwa-dron vom Staabs-Regimcnte, eine große geschlosseneSchanze, beym weißen Hirsch, ein, und zwar, indem ermit den Pferden durch den Graben und über die Brust-wehr setzte.
§. r66.
Was die Brustwehr bctrift, so muß sie, da sie unsvor dem feindlichen Geschütz decken soll, die Kugeln auf-halten können. In der Colberger Belagerung wurdeeinem Artilleristen, an meiner Seite, der Kopf, durcheine durch die Brustwehr der Batterie durchgehende Ku-gel, abgeschossen. Dergleichen Vorfälle machen die Sol-daten verzagt und unwillig.
§. 267.
Da nun, wie schon oben erinnert, der Soldat ge-rade vor sich hinschicßk, so ist das Feuer einer, sich ein-zig und allein selbst vertheidigenden Brustwehr nichtstärker, als das Feuer einer Linie Soldaten, nur mitdem Unterschiede, baß die hinter der Linie stehenden ge-deckt sind. Da nun der angreifende Theil allemal miteiner weit stärker» Anzahl Truppen anrückt, als manihm, wenn man sie auch hätte, wegen des Platzes entge-gen