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1 (1834) Was sie waren - ihre Geschichte / von Carl Friedrich Gumtau
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Vertheidigung derselben aufgegeben und zu diesem Zweckbei jedem Orte eine angemessene Unterstützung aufgestellt,so mag es nicht zu viel behauptet sein, daß diese Dör-fer, um deren Besitz und Wiederbesitz so Viele bluteten,dem Feinde nicht wieder hätten überlassen werden dür-fen, sondern unter allen Umstanden behauptet sein wür-den, wenn man erwägt, daß zuerst 2 Kompagnieen,dann sogar 40 gut postirte Jäger, den Feind mit sol-chem Erfolge beschossen, daß auf diesen Punkten seineKolonnen sogleich abließen. Wer vermag wenigstens dasGegentheil der oben aufgestellten Behauptung zu erwei-sen, wer kann dann sagen, welche Wendung dies über-haupt der ganzen Schlacht gegeben haben dürste, wennder feindliche Feldherr, durch blutige Erfahrungen undbedeutenden Verlust über den nutzlosen Kampf um dieDörfer belehrt, die Entscheidung wo anders hätte suchenund den Kampfplatz in ein Terrain hätte versetzen müs-sen, der der überlegenen Waffe der Verbündeten einegrößere und entschiedenere Wirksamkeit gestattet hätte ?Wer kann dies und die möglichen Folgen daraus bestrei-ten und als nichtig erweisen? Nach der unmaßgeblichenAnsicht des Verfassers würde der Beweis dieses Gegen-theils nicht weniger schwierig sein, als die obige Be-hauptung gewagt erscheinen mag.

2) In der Schlacht von Bautzen am 20. und 21. Mai,war die Vertheidigung und Behauptung der den 2 ost-preußischen Jäger- und 2 Schützen - Kompagnieen zurAufnahme und Flanken-Deckung des Kleist schen Corpsangewiesenen Stellungen bei Niederkaina und des Dam-mes an der Spree , diesen so geringen Streitkräften nurdadurch möglich, daß sie dem Feinde die große Wirksam-keit der Waffe durch empfindliche Verluste fühlbar machenkonnten. Hier würde eine gleiche Anzahl anderer Trup-pen schwerlich Gleiches zu leisten im Stande gewesen sein.

Die Aufstellung und das Gefecht der Garde- und ost-preußischen Jäger bei Preititz , Burschwitz und Klein- Bautzen am 21. Mai, gehören um so mehr nur theilweise