Buch 
Historisches Helden- und Heldinnen-Lexicon : in welchem das Leben und die Thaten derer Generalen, Admiralen, Feld-Marschalle, Obristen, Capitains, wie auch anderer Personen männlichen und weiblichen Geschlechts von allen Nationen, die sich von denen ältesten biss auf gegenwärtige Zeiten in den Kriegen zu Wasser und Lande, oder bey andern Gelegenheiten, durch ihre Tapfferkeit einen besondern Ruhm erworben, in alphabetischer Ordnung mit bewährten Zeugnissen vorgestellet werden / nebst einer nöthigen Vorrede und Register, heraus gegeben von Johann Friedrich Gauhen
Entstehung
Seite
435-436
JPEG-Download
 

435

Conti

Conti

unter die Bothmäßigkeit derAtheni-enser kam, wölke solches den Persernnicht anstehen. Derowegen ließjhnEiribaiu;,Gouverneur VonSar-dien,zu stch kommen,unter dem Vor-wande,daß er ihn in wichtigen An-gelegenheiten an den König schickenwolte; so bald er aber dahin kam,ließ er ihn in Arrest nehmen. Ei-nige melden, daß ihn Tiribazus nachdem Könige ArtaxerxeS geschickt,unddaß Conon daselbst sein Leben einge-büßet. Andere aber behaupten,daßer aus dem Gefängnisse entflohen,und zwar, wie sie muthmaßen, mitEiNwiüigUNg deS Tiribazi. Cononhinterließ einen Sohn, Timotheus genannt, der ein Schüler des Isocra-tis, und hernach ein großer Generalgewesen,aber auch die Undanckbarkeitfeines Vaterlandes hat erfahrenmüssen. Bayle in DiEl. Hiß, ed, ijozf.pöö ; Corn. Nep.

Conti (Torquatus) Hertz og vonGuadagnuoio, Kayserlicher Ge-neral-Feld-Marschall.

Er war aus einer alten Familie zuRom , welche die vierte von den so ge-nannten Römischen Principal-Häu»sern iss gcbohren. 'Sein Vater warCatharius Conti Hertzog von Poli,und Päpstlicher Staats-Rakh, derauch eine Zeitlang Stadthalter desHertzogthumö Parma gewesen. Eshatte diesem Torcjvato zwar vonrechtöwegen, als Erstgebohrnen, dieSuccesüon in dem Hertzogthum Poligehöret, dennoch destintrfe ihn seinVater zum geistlichen Stande, undschickte ihn zu dem Cardinal Eduar-do Farnesio , daß er in stndiis solteunterrichtet werden. Er bezeugteaber eine grössere Beliebung zu dem

___3

ldiiikair-Stande, rennnctrte «bcknichtsdestoweniger ftinPrimogeM'cur-Recht, und transkerirte selbig^aus ^ppium Conti seinen StiessBruder. Hieraufbegab er sich $Volontair in Spanische KriegsDiensthund zwar in dem Kriege,eher An. 1616 und 17 mit CarlEm^nuelen, Hertzogen zu Gavoyen ,Italien geführek wurde, und bekaMvon dem damaligen Gouverneur $

Mayland, dem Marggrasen z"^no^oka, eine Compagnie Fußvolck'Nachdem dieser Krieg geendigtwar, begab er sich nach Deutschland und dienete demKayser FerciinanäaII gleichfalls «Monat als Volonta' 11und war das Haupt unter denliä nern, die sich damals freywillig^der Kayserl. Armee befunden. Vawdarauf machte ihn der von 2S sl 'lenstein zum Oberst. Lieutenantseinem aufzurichtenden Regimesweswegen er sich in die Niederla"^begab , und daselbst 7 CompagnonCuraßirer, und 1 Compagnien Wqvibusirer würbe, und in die Kayst^lichen Länder führete. Erdarauf der Schlacht bey PrägeA"'i6ro mit bey,wie auch der Erobern"»der Stadt Pilsen , und befand sich1621 in Ungarn wider den Fürst ^Siebenbürgen , Gabriel Bethleh^unter dem Grafen vonUnd als damals dieserGrafbeyHäusel ums Leben kam, undEorguacuz den Leichnam ausHänden der Feinde erretten woward er darüber gefangen;einigen Monaten wiederum (freyen Fuß gestellet, da ihn dannKaysec zum CommandantenStadt Olmütz in Mähren welchen Ort er auch kapffer