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Johann Heinrich Gottlobs von Justi ... Anweisung zu einer guten deutschen Schreibart und allen in den Geschäfften und Rechtssachen vorfallenden schriftlichen Ausarbeitungen ...
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6o Erster Theil, zweytes Hauptstück,

Verdienste unterdrücket, und daher edlen Seelenunanständig ist, bleibt dennoch immer eines der ge-meinsten Laster in der liVelr.

§. rZ.

Man kann demnach alle Sätze in Haupt-und Nebensätzeeintheilen. Es gründet sich aber diese Eintheilung nur aufdie zufällige Beschaffenheit der Sätze, die sie in unsern Gedan-ken haben, an welche wir nämlich dermalen hauptsächlichdenken. Folglich kann dasjenige zu einer andern Zeit einHauptsatz werden, was ißo nur ein Nebensatz ist. Die Ne-bensätze aber sind so verschiedner Arten, als wir Nebenge-danken haben, um den Hauptgedanken desto deutlicher zu ma-chen. Gleichwie wir aber eine Sache entweder erklären odererläutern, oder beweisen, oder Folgen daraus ziehen, oder dieEinwürfe widerlegen wollen; so sind die wichtigsten dar-unter , die Erklärungs-Erlauterungs-Beweis-Folge-Gegen-und Widerlegungssahe, deren verschiedne Verbindungsartenmit ihrem Hauptsatz, in der Lehre von denen Perioden gezeigekwerden müssen. Wozu wir demnach fortschreiten.

Zweyter Abschnitt.

Bon denen Perioden.

§. 14.'

^^n dem vorigen Abschnitte ist gezeigt worden, sdaß ein^ M Hauptsatz, wenn wir etwas gedenken, verschiedneNebensätze bey sich hat. Ein solcher Hauptsatz mitseinen Nebensätzen macht gleichsam einen kleinen Bezirk vonGedanken aus, die vor sich verständlich stnd, und ihren ei-genen Zusammenhang unter einander haben, bey welchem dieSeele gleichsam stille steht, ehe sie zu einem andern Haupt-sätze mit sinen Nebensätzen, oder zu einem neuen Bezirk von

Gedan«