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Johann Heinrich Gottlobs von Justi ... Anweisung zu einer guten deutschen Schreibart und allen in den Geschäfften und Rechtssachen vorfallenden schriftlichen Ausarbeitungen ...
Entstehung
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96 Erster Theil, drittes Hauptstück,

gner redend einführet; kr«teritio, wenn Man sich steifet, et-was nicht zu sagen, und es doch sehr nachdrücklich saget.Distributiv, wenn man etwas rednerisch beschreibet, odergleichsam abschildert, und 8ermaciugtiv) wenn man einenAbwesenden redend einführet, die wichtigsten, Die letzteremuß aber behutsam gebraucht werden. Diese Figuren sol-len die Zierde, Anmuth und Lebhaftigkeit der Rede beför-dern ; wie sie denn auch zur Abwechslung und zu MehrererDeutlichkeit dienen. Es kommt hierbey vornehmlich aufdie Erwägung der Umstände, des Endzwecks und der Be-schaffenheit des Gegenstandes an. Denn z. E. wie unge-reimt würde eö nicht seyn, wenn man bey einer geringen undnichtsbedeutenden Sache die schöne Beschreibung anwendenwollte > die man Distributiv nennet; wie denn auch die übri-gen Gedanken mit diesen ZiekatheN übereinstimmen muffen.Auch muß man zugleich den Jnnhalt und die Beschaffenheiteiner jeden Figur vor Augen haben. So würde es z. E. wi-dersinnisch seyn, die Sache nach der Länge Und allen Um-ständen und Kleinigkeiten zu erzählen - und doch die Figurkrscteritio zu gebrauchen. Hierinnen fehlen einige HerrenAdvocaken gar häufig, wenn sie zu geschweige»? sagen,und doch die Sache nach dein kleinsten Umstand erzehlen.Ueberhaupk kann diese ganze andre Klasse nicht allzuwohl zudenen Figuren gerechnet werden. Es sind schöne Gedan-ken. Wer wird aber allen Arten von schönen Gedanken be-sondre Namen geben: Denn entweder man sollte die Figu-ren allein vor die Leidenschaften bestimmen; oder man müßtealle andre und schöne witzige Gedanken, deren noch sehr vielesind, gleichfalls mit besondern Namen unter dieFiguren bringen.

Dritter