5)2 Zweyter Theil, V Hauptstück, !ll Abschnitt,
wollen nur so fort leben. Worauf sie geantwortet: Ihr gu-ter S .. . diese Worte will ick merken; vielleicht schicktes Gott, daß ihr einmal in eurem Alter meiner Hülfe nöthighabt, jo will ich euch mit diesen Worten trösten. Ale erNur ein we.ig fortgegangen, habe er auf einmal plötzlich an-gefangen zu fluchen, und zu wünschen, sich sehr gefährlich,und als ein Wüte-.ich verstellet und gebärdet, auch geiaget:Du raul nd sacramenkische Hure, du sollst ja die tausendschwere Noth kriegen; meynest du etwa, daß ich an dieKet-t« kommen toll; sie auch unter beständigem Drohen, Flu-chen, und Gstt. slasterungen, mit ganzer Gewalt in den hoh-len Graben fast vor F. treiben, und es mit ihr daselbst, sei-nem Vorgeben nach, ausmachen wollen; welches ein Knechtaus F. so auf Junker H. Hofe dienen soll, ingleichen einMann aus H. mit Namen K. von ferne mit angesehen hatte.Sie habe sich endlich noch mit Gottes Hülfe losgerissen, undwäre fort gelaufen.
18) Mit einem Worte, sie könnte ihr Elend nicht allesagen, was sie Zeit ihres Ehestandes ausgestanden; dennJnquisit, ihr Ehemann, wäre der Volleren beständig erge-ben gewesen: sie scheuere sich auch, die gottlosen Worte undReden nachzusagen. Die Brandtweinbrenner und andreZ ügen, derer genug zu haben, würden alles ausführlich aus-sagen können. Sie hingegen, weil sie ganz Gedankenloswäre, möchte man damit verschonen. Inzwischen fällt derDenunciankinn, bey diesem gedankenlosen Zustande, demohngeachket noch verschiedenes, so sie Jnquistten gerne auf-heften will, bey, nämlich:
19) Jnguisit sollte zu dem K. ausH. gesaget haben:Er wollte ihr, Denunciankinn, daö Herz aus dem selbe her-ouö reißen, und für die Hunde schmeißen. Ferner:
20) Vor ohngefehr iO Jahren wäre Denunciankinn mitInguisiken, gemeldeten ihrem Ehemanne, von K. heruntergegangen; als sie nun hinter S. an die Unstrut gekommen,habe er zu ihr gesagt: Bereite dich, hier soll dein Grab seyn,und ich will dich ersäufen. Habe sie auch mit Gewalt
ange-