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von den Hof-und Staats- Reden. 64z
sBewegungsgründe.^ Man kann dieses von denvortrefflichen Eigenschaften Sr. Majest. nach dem BeyspielDero großen Vorfahren allerdings erwarten: und sie wer-den alles anwenden, Dero Unterthanen glücklich zu machen.
s Erregung der Leidenschaften.^ Die Vorsehung,die uns itzo ein Hartes erzeiget, wird Se. Majestät bey derHand leiten und unterstützen, wenn wir auf sie vertrauen.
s Beschluß.^ Lastet uns alles von der göttlichen Barm-herzigkeit erwarten, und diesen Tag als den Anfang unsersGlücks ansehen, am welchem wir uns zu neuer Psticht ver-binden , davon die feyerliche Handlung so fort ihren Anfangnehmen soll,
§. -2.
Es ist nichts mehr übrig, um dieses letzte Hauptstückbeschließen zu können, als daß wir noch von der Einrichtungder Strohkranzreden etwas beybringen. Da wir dieser scherz-haften Reden nur in so fern zu erwehnen vor nöthig befinden,als sie auf die Vermählung hoher Skandespersonen gehal-ten werden; so verstehet es sich von selbst, daß wir einenJnnhalt dcrselbigen nicht billigen werden, der keusche Ohrenbeleidiget, und der weiter nichts als eine elende Zweydeutig-keit zur Decke hat, durch welche die gröbsten Ausdrücke al-lenthalben hervorblicken. Mit Reden dieser Art darf mansich in unsern gesitteten Zeiten an Höfen nicht hören lasten.Unterdessen muß jedoch eine solche Rede auch nicht ernsthaf-rig seyn. Dieses ist wider ihre Absicht, und wenn man nichtbey solchen Gelegenheiten voller Witz und Lebhaftigkeit redenkann; so muß man mit seinen Gedanken lieber zu Hausebleiben. Dieser Witz muß nun entweder auf einen para-doxen und sich widersprechenden Saß ankommen, oder esmuß in der ganzen Rede eine feine Allegorie herrschen, diezu muntern Einfallen Gelegenheit giebt. Die Anwendungwird hernach auf den Endzweck des zu überreichenden Stroh,kranzes gemacht, dessen bekannte Absicht schwerlich gänzlichÜbergängen werden kann. Nur muß man mit anständige»urd versteckten Ausdrücken davon reden. Der Verfasse»?
Ss 4 des