644 Zweyter Theil, vn Hauptstück,
des Beyspiels, so ich unter der X^Iien Numer mittheile,hat meines Trachtens alles Anstößige vermieden, und dochwitzig und ledhaftig geredet.
I.
Compliment
des Professor Schöpfitns a i)hro Königs. Ho-helr dieDauphrne, Namens der Universität znStraßburg.
Madame! Das an Helden jederzeit fruchtbare Sachsenist das gemeinschaftliche Vaterland von Dero Vorfahren,und von unsern Capetingischen Königen. E>v. König!. Ho-heit gehen nach Frankreich, dieses Durchlauchtigste Blut da-selbst immerwährend zu erhalten, und von dem Glänze An-theil zu nehmen, der es seit fast tausend Jahren umgiebt.Sie als eine Tochter der Providenz, welche durch einen derverehrungswürdigsten Monarchen von Europa erzogen, durchdie Tugenden, Musen und Grasten geführet worden, Siesind es, welche der Himmel bestimmet, die Quelle der Glück-seligkeit der Völker, Gemahlinn und Mutter der Dauphinszu seyn. Die Universität, die durch das Vertrauen in Deromächtigen Schutz, darum sie bittet, ermuntert wird, überrei-cher Ihnen, Madame, alles dasjenige, was der inbrünstigeEifer und die tiefste Ehrfurcht ihr eingeben können.
II.
Compliment
des Grafen von Moszynski an Ihro KöniglicheHoheit die Dauphins, im Namen des zu Leipzigstudirenden Adels.
Ich erscheine vor Ew. Königl. Hoheit, um Selbiger dieuntmhanigste Pflicht des jungen Adels, welcher allhier denenWissenschaften oblieget, und der mich erwählet hat, die Re-gungen der Ehrfurcht und Bewunderung, welche selbiger
vor