von den Hof- und Staats - Reden. 649
jestät bekleide. Der König, mein Herr, hat mir befohlen,Eiv. Kaiser!. Majestät seines unveränderlichen Attachementsgegen Dero geheiligte Person, und seines unabläßigen Eifersfür Dero Interesse, als welches mit dem gemeinschaftlichenWohl beyderseits Kronen verknüpft ist, zu versichern. Die-ses sind die Entschließungen des Königes, meines Herrn,welcher nicht zweifelt, sie werden mit den Absichten Ew. Kai-ser!. Majestät vollkommen übereinstimmen.
Die Besteigung des Rußisch. Kaiserlichen Throns, wor-auf Peter der Große, Dero in Gott ruhender Herr Vater,mit so vieler Glorie regieret hat, ist eine Begebenheit, wozuder König, mein Herr, Ew. Kaiser!. Majestät Glück wün-schet. Die auf Se. Hoheit, den Herzog von Holstein, fest.gesetzte Wahl eines Nachfolgers, in dem großen RußischenKaiserthum, ist eins Wirkung der Weisheit und SorgfaltEiv. Kaiserlichen Majestät für Dero Unterthanen: nur wol-len Sie mir erlauben, hierbey zu wünschen, daß die Erfül-lung dieser Vorsicht bis auf die spatesten Zeiten von dem Al-lerhöchsten ausgesetzet werden möge. Der Friede, welchenEw. Kaiser!. Majestät mit der Krone Schweden geschlossen,ist die Frucht des glorreichen Fortgangs so wohl Dero Was-fen, als Dero weisesten Entschließungen, Dero sonderbarenMäßigung und aufrichtigen Begierde, das gute Vernehmenmit den benachbarten Puissanzen zu unterhalten, gleichwiedie Bestimmung eines Thronfolgers in Schweden auf denwahren Nutzen nicht nur dieses Königreichs, sondern auchder Nation, welche das Glück hat, Ew. Kaiser!. MajestätGesehen unterworfen zu seyn, abzielet.
Diese Begebenheiten sind es, welche die glorreiche Re-gierung Ew. Kaiserl. Majest. verewigen werden. Ich aberwerde mich während meines Aufenthalts an Ew. Kaiserl.Majestät Hofe um so viel mehr bemühen, Dero Gnade undProkeckion zu erwerben, als ich versichert bin, daß von demBeyfall, dessen Sie mich würdigen werden, auch derjenige,so ich von meinem Könige zu erhalten wünsche, gänzlich ab-hängen wird. .
VI.